Bahn will weiter Tickets an Automaten verkaufen

Bahnkunden an Automaten im Reisezentrum Freiburg

Die Deutsche Bahn AG verkauft dem Blatt zufolge 140 Millionen Fernverkehrstickets pro Jahr. Das teilte der Konzern mit und widersprach damit einem Zeitungsbericht, wonach er langfristig keine Tickets für den Fernverkehr mehr über Automaten verkaufen will. Prognosen zeigten, dass der prozentuale Anteil der Automatenkäufe in den kommenden fünf Jahren auf einen niedrigen einstelligen Wert zurückgehen werde. "Klarer Anspruch der DB ist jedoch, auch in Zukunft dem Kunden auf allen nachgefragten Vertriebskanälen den Fahrkartenkauf zu ermöglichen".

Die "Stuttgarter Zeitung" hatte zuvor berichtet, die Bahn wolle den Verkauf von Fernverkehr-Tickets an eigenen Automaten bis 2023 komplett aufgeben, um Kosten zu sparen.

Auch künftig werde der Fahrkartenkauf über Automaten und Reisezentren möglich sein.

Der DB Navigator ermöglicht auch den C...ndet keine Ticketkontrolle mehr statt
Der DB Navigator ermöglicht auch den Check In im Zug – dann findet keine Ticketkontrolle mehr statt

Der digitale Ticketvertrieb solle im Gegenzug weiter massiv ausgebaut werden, berichteten die "Stuttgarter Zeitung" und die "Stuttgarter Nachrichten" am Montag unter Berufung auf interne Unterlagen, über die der Aufsichtsrat kürzlich beraten habe. Das Vorhaben sei Teil der "Agenda für eine bessere Bahn" von Bahnchef Lutz. Einen Bericht, dass der Automatenverkauf abgeschafft werden soll, dementiert das Unternehmen nun aber.

Für den Konzern sei der digitale Direktvertrieb über die App und das zentrale Internetportal bahn.de profitabler als der Verkauf über Automaten, die in vielen der 5500 Bahnhöfe stünden und nicht selten defekt seien. Das heißt, sie werden über Smartphone und Computer gebucht. Das führe dazu, dass das System allmählich kippe.

Wenn die Deutsche Bahn ein Autohersteller wäre, wären die Lenkräder hinten montiert und die Räder oben.

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