Russischer Biathlon-Star Schipulin beendet Karriere

Anton Shipulin beendet seine Karriere. Der Dopingverdacht bleibt.        dpa

Und weil er wegen des Staatsdopings nicht bei den Winterspielen in Südkorea antreten durfte.

Der russische Biathlon-Olympiasieger Anton Schipulin wird seine Karriere im Anschluss an die World Team Challenge am 29. Dezember in der Schalker Arena beenden. Er werde an diesem Samstag ein letztes Mal starten, kündigte der 31-Jährige laut russischen Medien an.

Für ihn mache es keinen Sinn, sich selbst, seine Familie und seine Fans weiter im Ungewissen zu lassen, "Ich habe nicht mehr die nötige Motivation", sagte der Staffel-Olympiasieger von 2014. "Dieses Rennen ist für mich das letzte in meiner Profikarriere". Erst im Jänner wollte er nach gesundheitlichen Rückschlägen in die Weltelite zurückkehren, doch dazu kommt es nicht. Das Internationale Olympische Komitee (IOC) hatte ihn aber im Zuge der Sperre der russischen Athleten aber nicht zu den Olympischen Winterspielen in Pyeongchang im Februar zugelassen.

Zuletzt war Schipulin in die Schlagzeilen geraten, weil die österreichischen Behörden Ermittlungen wegen "schweren Betruges im Zusammenhang mit Doping" aufnahmen. Schipulin befand sich zwar nicht dort, schrieb aber bei Instagram: "Ich bin äußerst verärgert, dass diese Hexenjagd weitergeht, die mein Vertrauen als sauberer Sportler nicht nur in den Kampf gegen Doping, sondern in unsere Sportart insgesamt untergräbt".

Diese Entscheidung sowie die Aktionen der Polizei vor wenigen Tagen in Österreich seien für den elfmaligen Weltcupsieger gute Gründe gewesen, seine Laufbahn als Skijäger nun recht früh zu beenden, sagte Schipulin.

"Ich habe den Anti-Doping-Code niemals verletzt", sagte Schipulin, "aber ich habe keine Energie mehr, mich immer wieder gegen diese Vorwürfe zu wehren".

Vier Jahre zuvor hatte er mit der Staffel in Sotschi Olympiagold gewonnen und als Schlussläufer den Sieg vor Deutschland gesichert.

Schipulin verwahrte sich jedoch gegen jeden Dopingverdacht.

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