Syrien: Luftabwehr reagiert auf Angriff nahe Damaskus

Angriff auf Waffenlager Syrische Luftabwehr meldet Abschuss israelischer Raketen. Spuren von Luftabwehrraketen sind am Himmel über Damaskus zu sehen

Demnach sei lediglich ein Waffendepot getroffen worden.

In der Vergangenheit hat Israel mehrere Male Ziele in Syrien angegriffen, oftmals in der Gegend von Damaskus.

Die syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte in London vermutet, dass Israel auf Waffenlager der iranischen Revolutionsgarden und der libanesischen Hisbollah-Miliz in Syrien gefeuert hat.

Die staatliche libanesische Nationale Nachrichtenagentur meldete, die israelische Luftwaffe habe Übungsangriffe über dem Südlibanon geflogen.

Die israelische Armee teilt derweil mit, die Luftabwehrsysteme des Landes seien als Reaktion auf eine Rakete aktiviert worden, die von Syrien aus gestartet worden sei.

"Die syrische Luftabwehr hat den Angriff abgewehrt und die meisten Raketen abgefangen, die die Flugzeuge der israelischen Luftstreitkräfte vom libanesischen Luftraum aus abgefeuert haben", so eine Quelle im syrischen Militär gegenüber Sana. Zuvor hatten Bewohner der israelischen Küstenstadt Hadera, die zwischen Haifa und Tel Aviv liegt, von lauten Explosionen berichtet. Es gebe keine Verletzten oder Schäden.

Israel greift keine Hisbollah-Vertreter an, sondern fortschrittliche Waffen und Munition, die an die Hisbollah und iranische Stellungen transportiert werden.

Der Iran ist neben Russland der engste Verbündete der Regierung von Staatschef Assad. Sie kam zu dem Ergebnis, dass sie als eine Besatzungsmacht agiere.

Im Norden Syriens spitzt sich die Lage nach dem angekündigten Abzug der USA zu. Die Truppenbewegungen seien mit den kurdischen Milizen in der Stadt abgestimmt. "Die Situation in der Türkei und, wie wir in den letzten Tagen gesehen haben, auch in Nordsyrien ist fluide", sagte sie zur Begründung.

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hatte die Vertreibung der syrischen Kurdenmiliz YPG aus Manbidsch angekündigt, die Offensive nach Bekanntgabe des Abzugs der US-Truppen aus Syrien aber zunächst verschoben.

Das Gutachten des wissenschaftlichen Dienstes des Bundestags vom 21. Dezember beruft sich auf die Haager Landkriegsordnung (HLKO) von 1907, nach der ein Gebiet als besetzt gilt, wenn es sich tatsächlich in der Gewalt eines feindlichen Heeres befindet - und von ihm auch versorgt und kontrolliert wird. Sie richteten sich gegen militärische Einrichtungen der syrischen Regierung oder ihrer Verbündeten, der schiitischen Hisbollah-Miliz und des Iran.

Sie schreiben aber auch: "Das Selbstverteidigungsargument verliert jedoch mit der territorialen Schwächung des "IS" in Syrien sowie mit zunehmendem zeitlichem Abstand zu jener - damals schon umstrittenen - Selbstverteidigungslage, auf die sich die Türkei im Januar 2018 berufen hatte, zunehmend an rechtlicher Tragfähigkeit".

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