Unternehmen: BMW droht in Südkorea nach Motorbränden Strafverfahren

Für die Motorbrände sollen technische Probleme mit einem Kühlsystem verantwortlich sein

Die Südkorea-Abteilung des Autobauers teilte in einer Stellungnahme mit, die Ergebnisse des Ministeriums stünden allgemein im Einklang mit der Einschätzung des Unternehmens, dass die Feuer von Lecks in den EGR-Kühlern verursacht worden seien. Jetzt werden die Behörden vor Ort gegen den bayrischen Hersteller aktiv. Junghyun Kim von BMW Korea teilte mit, es habe keine Berichte über Verletzungen in Zusammenhang mit den Feuern in Südkorea gegeben.

Südkoreas Transportministerium plant außerdem eine Klage gegen BMW und verlangt eine Strafgebühr in Höhe von 11,2 Milliarden Won oder 9,9 Millionen Dollar.

40 BMW-Autos in Brand gerieten.

Die südkoreanische Regierung will gegen das deutsche Autounternehmen BMW eine Millionenstrafe wegen einer mangelhaften und manipulativen Reaktion auf Motorenbrände verhängen. Das Unternehmen ging nicht direkt auf den Vorwurf des Ministeriums ein, dass BMW versucht habe, die Schwere des Problemes herunterzuspielen und beim ersten Rückruf im Juli weniger Fahrzeuge zurückgerufen habe als es hätte sollen. Die Abgasrückführung (AGR) ist eine der wichtigsten Methoden zur Reduzierung der Stickoxid-Emissionen von Dieselmotoren. Es kam zu dem Ergebnis, dass bei den betroffenen Dieselautos Kühlflüssigkeit austreten und den Motor in Brand setzen kann.

Obwohl BMW im Juli etwa 100.000 Autos in die Werkstätten gerufen habe, sei der Rückruf für mehr als 65.000 Fahrzeuge mit dem gleichen AGR-System nicht vor Oktober erfolgt, teilte das Ministerium mit. BMW entschuldigte sich erneut für die Vorfälle und betonte, die Rückrufaktion in Südkorea so rasch wie möglich abschliessen zu wollen. "Der Austausch der defekten Hardware löst das Problem".

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