Österreich - Drei Deutsche sterben bei Lawinenabgang

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Ein Lawinenabgang in Lech in Vorarlberg hat am Samstag drei Todesopfer gefordert. Jede Minute später sinkt die Wahrscheinlichkeit für ein gutes Ende. Sobald die Lawinensituation es zulässt, geht die Suche nach dem Mann weiter.

Laut Polizei fanden die Retter die Leichen der drei Männer aus dem Raum Biberach im Alter von 32, 36 und 57 Jahren kurz vor Mitternacht. Ein vierter Deutscher wird noch vermisst, wie die österreichische Nachrichtenagentur APA unter Berufung auf die Polizei meldet.

Die Wintersportler hatten die gesamte Notfallausrüstung zwar dabei. Trotz der ausgelösten Airbags wurden sie verschüttet. Sie wiesen Verletzungen auf sowie Erstickungsmerkmale.

Die vier Skifahrer waren nach Behördenangaben auf einer gesperrten Skiroute unterwegs.

Die Polizei war nur deshalb auf das Unglück aufmerksam geworden, weil die Ehefrau von einem der Skifahrer am Samstagabend eine Vermisstenmeldung abgegeben hatte. Bergretter, Feuerwehrleute, Mitarbeiter der Skilifte und Alpinpolizisten konnten wegen der weiter bestehenden Lawinengefahr auch am Sonntag nicht ins Gelände.

Am Samstag herrschte in Lech oberhalb von 2000 Metern Lawinenwarnstufe 3. Der Rettungseinsatz soll, sobald es die Lawinensituation zulässt, fortgesetzt werden. Seine Kabinettskollegin und Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) hatte am Sonntag den vom Schneechaos betroffenen Landkreisen weitere Hilfe zugesagt. "Daraufhin wurde sofort der Lawinensuchdienst in Gang gesetzt", sagt Hermann Fercher von Lech Tourismus. Jede Suche bedeute derzeit eine Gefährdung für Leib und Leben der Bergretter und sonstiger Einsatzkräfte. Auch für die kommenden Stunden sei nicht mit einer Wetterbesserung zu rechnen. Zudem werde mit dem aufkommenden Sturm umfangreich Schnee verfrachtet und Triebschnee gebildet, hieß es.

Bei den drei Toten soll es sich laut Muxel nach derzeitigem Stand um Variantenfahrer gehandelt haben, die abseits der gesicherten Pisten im freien Skiraum unterwegs waren. In diesem Fall war der Airbag jeweils aufgegangen - aber ohne rettende Wirkung.

Damit die Suche nach dem vierten Vermissten fortgesetzt werden könne, müssten sich die Verhältnisse "deutlich" bessern. Die drei Männer konnten gegen 23.00 Uhr nur noch tot geborgen werden.

Auf rund 1700 Metern geschieht es dann: Eine Lawine löst sich und reißt die vier Skifahrer mit sich in die Tiefe. "Wer im oberen Teil bei 72 bis 80 Prozent Steigung ins Rutschen kommt oder gar fällt, wird so schnell nicht wieder zum Stehen kommen".

Die Schneefallgrenze lag in der Nacht auf Sonntag bei 600 Meter. Viele Opfer ersticken unter den extrem verdichteten Schneemassen, die wie Beton auf den Verunglückten lasten.

Die Feuerwehren waren samt den Katastrophenhilfsdienst-Einheiten (KHD) im Dauereinsatz. Die Lawine drückte Fenster ein, Schnee gelangte ins Innere. Es wurden noch weitere 30 bis 50 Zentimeter Neuschnee erwartet.

Sind Lawinen in den Alpen die tödlichste Gefahr?

Wie lange kann man in einer Lawine überleben?

"Während des Samstages wurde der Schnee in den tiefen Lagen feucht und schwer".

In den schneereichen Alpen sind am Wochenende mindestens fünf Menschen gestorben. Am Tag des Lawinenabgangs war die Abfahrt jedoch gesperrt.

Damit ist die einzige Verbindung von deutscher Seite aus zum beliebten Tourismusziel im Allgäu blockiert. Verletzte gab es nicht. In sogenannten Staulagen seien 1,50 Meter Neuschnee möglich. Die Stromleitungen sind intakt. Wann der Ort wieder erreichbar ist, war zunächst unklar. "Durch die Niederschläge wird der Schnee pappig und schwer, das halten die Bäume nicht mehr", sagte ein DWD-Meteorologe. Eine Kommission mit Experten der Bergwacht und der Behörden wollte am Mittag das weitere Vorgehen beraten.

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