Post: Briefporto steigt auf 80 Cent

Porto-Erhöhung kommt

Briefe werden in einen Briefkasten geworfen.

Wie die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" berichtet, will sich die Post offenbar nicht mit den jetzt vorgesehenen zusätzlichen zehn Cent zufrieden geben. Nach einem Konsultationsverfahren müsse die Post anschließend für die einzelnen Produkte wie Postkarte, Standardbrief, Maxi- oder Auslandsbrief noch die jeweils geplanten neuen Preise beantragen.

Im November hatte Post-Chef Frank Appel der "Bild"-Zeitung gesagt, er strebe eine Erhöhung des Portos "noch im ersten Quartal" des Jahres 2019 an".

Demnach erhöht sich der Portobetrag von 70 auf 80 Cent je Brief. Sollte der Regulierer bei seiner Haltung bleiben, müsse der Konzern in seiner kriselnden Brief- und Paketsparte stärker einsparen als bisher geplant, um seine Ziele für die Sparte zu erreichen. Bücher und leichte Warensendungen sind schon teurer geworden, auch Expresssendungen und der Presseversand. Die Bundesnetzagentur bemängelte, dass die Post die Kosten und künftige Einsparungen des Programms nicht ausreichend nachgewiesen habe.

Das Porto wurde zuletzt 2016 angehoben - damals wurde es um acht Cent erhöht. Preiserhöhungen im lizenzierten Briefgeschäft müssen von der Bundesnetzagentur genehmigt werden. Dazu pocht er gegenüber dem Bundeswirtschaftsministerium auf eine Änderung der "Entgeltregulierungsverordnung". Als Argument führe sie ins Feld, dass sie deutlich höhere Löhne zahle als ihre Wettbewerber.

"Dieses erhöhte Lohnniveau bei dem größten Postdienstleistungsunternehmen in Deutschland ist außerdem sozialpolitisch erwünscht", heißt es in dem Gutachten, das der FAZ vorliegt. Gut ein Fünftel der Post gehören über die staatliche KfW-Bank noch dem Bund, der deshalb von höheren Porto-Einnahmen selbst profitieren würde.

Gleichzeitig versucht die Post, besonders lukrative Großkunden durch neue Rabatte enger an sich zu binden. Unternehmen und Behörden die dabei mitmachen, biete die Post einen Sonderrabatt von 3 Cent, was Konkurrenten im Bundesverband Briefdienste (BBD) als missbräuchlich beanstanden.

Ende Oktober wurde bekannt, dass die Deutsche Post wegen des im Sommer angekündigten Umbaus in der Briefsparte mit der Billigung der zum 1. Januar 2019 angepeilten Portoerhöhung in Deutschland nicht so schnell wie erhofft rechnen kann.

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