TV-Koch Johann Lafer hat Sterne-Restaurant "Val d'Or" geschlossen

Johann Lafer will kulinarisch

"Aber die Stromburg wird weiter ein Ort des Genusses bleiben", sagte er in einem Interview der "Süddeutschen Zeitung" (Mittwoch).

Der österreichische Promi-Koch Johann Lafer (61) hat sein Sterne-Lokal "Val d'Or" auf der Stromburg im Hunsrück geschlossen. Er wolle "zurück zu seinen kulinarischen Wurzeln", sich auf das konzentrieren, was ihm schon immer wichtig war: "nachhaltige Produkte, gute Verarbeitung und ein unprätentiöser Service".

Sternekoch Johann Lafer möchte sich nicht mehr der noblen Küche widmen und ändert das Konzept seines beliebten Sternerestaurants.

Es gehe ihm um die "Kunst der einfachen Küche", sagte Lafer dem Blatt. Damit meine er Rezepte, die an sich unkompliziert, aber raffiniert umgesetzt seien. Die Faszination dafür sei bei ihm durch seine Reisen neu entfacht worden, etwa durch Streetfood an Hummus-Ständen im Libanon. Mit nun 61 Jahren wolle er sich von Zwängen befreien, denen er bisher unterworfen war.

Johann Lafer schließt sein Sterne-Restaurant auf der Stromburg. Spitzenküche, so wie er sie jahrzehntelang betrieben habe, sei stets ein riesiger Aufwand und in gewisser Weise auch ein Zwang.

"Um in der Sterne-Küche mitzuspielen, muss jede Deko bis ins kleinste Detail sitzen, extrem hochwertige Zutaten sind unabdingbar", sagte Lafer.

Solche Zutaten seien aber immer schwerer vernünftig und nachhaltig zu organisieren: "Wenn ich allein an Meeresfische denke: Wo sollen die denn herkommen, in der Qualität, in der Spitzenrestaurants sie benötigen?" Allerdings werde es nach Ende der Betriebsferien am 19. Februar ein neues Konzept geben. Lafer plant unter anderem Showkoch-Veranstaltungen, der Burghof solle wieder häufiger für "exklusive Events" genutzt werden.

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