EU-Kommission - Mastercard muss 570 Millionen Euro Strafe zahlen

MasterCard fasst Blockchain-Überwachung ins Auge

Die EU-Wettbewerbshüter haben gegen den Kreditkartenanbieter Mastercard eine Geldstrafe in Höhe von 570 Millionen Euro verhängt. 570 Millionen Euro muss das Unternehmen zahlen.

Hintergrund sind die sogenannten Interbankenentgelte, die bei einem Kauf zwischen der Bank etwa eines Supermarktes und dem Geldhaus des Kunden fällig werden.

Die Bank des Händlers reicht diese Gebühr oft an den Händler weiter. Denn: Bis 2015 zwangen die Regelungen von Mastercard die Händlerbanken die Entgelte des Landes anzuwenden, in denen der Einzelhändler ansässig war.

Die Kosten werden so letztlich auf alle Verbraucher abgewälzt, auch auf jene, die gar nicht mit Kreditkarte einkaufen. "So wurden die Kosten für Kartenzahlungen künstlich in die Höhe getrieben - zum Nachteil der Verbraucher und der Einzelhändler in der EU." .

"Die europäischen Verbraucher benutzen Zahlungskarten jeden Tag, wenn sie Lebensmittel oder Kleidung kaufen oder etwas im Internet bestellen".

Das Unternehmen habe Händler daran gehindert, bessere Konditionen von Banken aus anderen Ländern des EU-Binnenmarktes zu nutzen, teilte die EU-Kommission mit.

Der EU-Kommission zufolge verstieß Mastercard dabei bis 2015 gegen EU-Kartellrecht. Mittlerweile sind die Gebühren für Kartenzahlungen auf EU-Ebene geregelt, sodass es hier keine Unterschiede mehr gibt. Händler in EU-Staaten mit hohen Entgelten waren daher gezwungen, höhere Kosten zu berechnen. Daher sei die Strafe um zehn Prozent reduziert worden.

Die Brüsseler Behörde folgerte nun, dass dies zu einer künstlichen Beschränkung des EU-Binnenmarkts und zu einer Einschränkung des grenzüberschreitenden Wettbewerbs führte.

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