Carlos Ghosn als Chef von Renault zurückgetreten

Rad mit Renault-Logo

Mit dem Schritt ist der 64-jährige Ghosn seiner wahrscheinlichen Abwahl zuvorgekommen.

Renault bestätigte den Termin der Verwaltungsratssitzung am Donnerstag, wollte aber keine Einzelheiten zur Tagesordnung nennen. Dabei sollen auch Ghosns Nachfolger bestimmt werden. Ghosns Stellvertreter Thierry Bolloré soll als Generaldirektor das operative Geschäft leiten. Übereinstimmenden französischen Medienberichten zufolge will der Verwaltungsrat bei seiner Sitzung eine neue Führung für Renault berufen. Nur wenige Tage nach seiner Festnahme war Ghosn von Nissan und Mitsubishi als Verwaltungsratschef gefeuert worden. Nissan plant im Fall Ghosn für Mitte April eine außerordentliche Aktionärsversammlung. wie der Konzern am Donnerstag mitteilte.

Anfangs hielt Renault seinem Chef noch die Treue.

Dem schillernden und für seine knallharten Entscheidungen berüchtigten Carlos Ghosn folgt mit Jean-Dominique Senard ein zurückhaltender Manager, der sich den Anliegen seiner Belegschaft ebenso verpflichtet sieht wie den Anteilseignern. Die dortige Staatsanwaltschaft wirft ihm vor, sein Gehalt in Geschäftsberichten zu niedrig angegeben und Gelder veruntreut zu haben.

Darüber hinaus gibt es weitere Vorwürfe wie die Beschäftigung von Familienangehörigen, die mietfreie Überlassung von Luxuswohnungen und eine ungenehmigte zusätzliche Gehaltszahlung von 7,8 Millionen Euro durch ein Joint Venture zwischen Nissan und Mitsubishi Motors in den Niederlanden. Aber nachdem japanische Gerichte Anfang des Jahres Ghosns Antrag auf eine Freilassung auf Kaution abgelehnt hatten, drängte die französische Regierung auf einen Führungswechsel bei Renault. Denn damit dürfte Ghosn wenigstens noch mehrere Monate im Gefängnis bleiben.

Von seinen Posten bei Nissan und Mitsubishi, die mit Renault eine Auto-Allianz bilden, war Ghosn bereits zuvor abberufen worden.

Der gebürtige Brasilianer hatte 1999 von Renault kommend den Chef-Sessel bei Nissan übernommen, um den verschuldeten Konzern aus der Krise zu führen.

Ghosn führte Renault seit 2005. Er muss den Dialog mit dem Partner Nissan wieder aufnehmen.

Die Demission vom Chefposten des französischen Autobauers erfolgte gut zwei Monate nach der Inhaftierung des Managers wegen Verstosses gegen japanische Börsenauflagen.

Renault und Nissan sind wechselseitig aneinander beteiligt. Renault, Aktionär zu 43 Prozent bei Nissan, will bei der Auswahl offenbar ein Wort mitreden.

Renault habe am Mittwochabend das Rücktrittsschreiben von Ghosn erhalten, sagte Le Maire weiter. Es müsse eine neue Etappe geben, wenn Ghosn dauerhaft verhindert sei. Der Diplomatensohn ist auch für sein Verhandlungsgeschick bekannt und war Wunschkandidat von Präsident Emmanuel Macron.

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