Schlammlawine verschluckt Häuser:200 Vermisste nach Dammbruch in Brasilien

Etliche Tote befürchtet Hunderte Vermisste nach Dammbruch in Brasilien. Die Schlammlawine nach dem Dammbruch bei der Gemeinde Brumadinho

Nach dem Dammbruch und einer darauf folgenden Schlammlawine im Südosten Brasiliens sind nach örtlichen Behördenangaben neun Todesopfer geborgen worden. "Doch wir wissen, dass von jetzt an die Chancen winzig sind und wir wahrscheinlich nur noch Leichen finden werden".

Einsatzkräfte haben nach dem verheerenden Dammbruch an einer Eisenerzmine in Brasilien 46 Menschen aus den Schlammmassen gerettet. Damit könnte es Hunderte Tote geben. Andere Anwohner sind auf Videos beim Versuch zu sehen, sich selbst in Sicherheit zu bringen. Rund 200 Feuerwehrleute und 13 Hubschrauber waren an den Such- und Bergungsarbeiten beteiligt. Wirbelwinde führten bei Antalya zu dramatischen Szenen und grossen Schäden. Eine schlammverschmierte Kuh stakste zwischen Schutt, mitgerissenen Ästen und nasser Erde umher.

Nach dem Dammbruch in Brumadinho im brasilianischen Bundesstaat Minas Gerais sind die Sucharbeiten aus Sicherheitsgründen vorerst eingestellt worden. Wie die Feuerwehr mitteilte, dauert der Rettungseinsatz in der Kleinstadt Brumadinho im Bundesstaat Minas Gerais noch an. Das damalige Betreiberunternehmen Samarco gehörte ebenfalls Vale sowie dem australisch-britischen Konzern BHP.

Bei den meisten Opfern handle es sich um Minenarbeiter, sagte der Chef des Bergbauunternehmens Vale, Fabio Schvartsman.

Das Umweltministerium kündigte eine Strafe in Höhe von 250 Millionen Rais (rund 65 Millionen Franken) gegen den Minenbetreiber Vale an. Die Schlammmassen hatten sich über Teile der Eisenerzmine und eines Wohngebiets gewälzt. Medien zufolge sollen auch Vermögenswerte des Konzerns über eine Milliarde Rais als Sicherheitsleistung blockiert werden. Die Schlammlawine habe unter anderem die Kantine des Bergwerks unter sich begraben, als die Arbeiter gerade beim Mittagessen saßen.

Auf Luftaufnahmen wurde das Ausmaß des Unglücks sichtbar, die Schlammlawine hatte sich kilometerweit ihren Weg gebahnt.

Fotos zeigen eine braune Schlammflut, die auch die Wohngegend Vila Forteco erreichte und dort teilweise Häuser unter sich begrub.

Der rechtspopulistische Präsident steht im Ruf, den Unternehmen weitgehend freie Hand zu lassen und von strengen Umweltschutzbestimmungen wenig zu halten.

▶︎Brasiliens Präsident Jair Bolsonaro sagte, die Nationale Wasseragentur koordiniere Maßnahmen, um die Versorgung der Städte sicherzustellen, die Wasser aus dem nahe gelegenen Paraopeba-Fluss gewönnen, der ebenfalls von der Schlammlawine getroffen worden sei. Umweltschutzverbände fordern schon seit Langem eine strengere Kontrolle der Bergbaukonzerne. Mindestens 37 Menschen kamen bei dem Unglück ums Leben. "Brasilien muss die Regierungsbehörden stärken, die die wichtige Aufgabe haben, die wirtschaftlichen Aktivitäten mit hohem Risiko für Umwelt und Gesellschaft zu überwachen", sagte der Direktor der Naturschutzorganisation WWF in Brasilien, Mauricio Voivodic. Es gab mehrere Anklagen und Schadenersatzforderungen in Milliardenhöhe. 19 Menschen starben. Giftschlamm überflutete mehre Orte und kontaminierte den Fluss Rio Doce.

"Diese neue Katastrophe ist die traurige Konsequenz davon, dass die brasilianische Regierung und die Bergbauunternehmen nichts dazugelernt haben", sagte Nilo D'Ávila von der Umweltorganisation Greenpeace.

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