Howard Schultz: Ex-Starbucks-Chef will Präsident werden

Howard Schultz: Ex-Starbucks-Chef will Präsident werden

Amerikas Präsident Donald Trump hat den ehemaligen Starbucks-Chef Howard Schultz für seine Erwägung verspottet, eine Präsidentschaftskandidatur im kommenden Jahr in Betracht zu ziehen. Er habe bereits mit den Vorbereitungen begonnen, um in allen 50 Staaten an der Wahl teilnehmen zu können, sagte der 65 Jahre alte Ex-Chef der Café-Kette der "New York Times". Schultz habe nicht den Mut zu kandidieren, schrieb der US-Präsident am Montag auf Twitter.

Schultz war im vergangenen Jahr aus dem operativen Kaffeegeschäft ausgeschieden. Seit 1982 war er für die Café-Kette tätig.

"Muss nicht jemand die Wahrheit darüber sagen, was wir uns leisten können und gleichzeitig ein tiefes Mitgefühl und Einfühlungsvermögen gegenüber dem amerikanischen Volk behalten?", skizzierte Schultz seine Vorstellungen gegenüber der Zeitung und in der Fernsehsendung "60 Minutes". Schon damals gab es Spekulationen über eine politische Karriere.

Unabhängige Kandidaten haben bei den US-Wahlen zwar kaum Chancen, da Vertreter der Republikaner und Demokraten die Wahl unter sich ausmachen. Sie müssen selbst sicherstellen, dass sie in allen 50 Staaten auf dem Stimmzettel stehen. In einigen Staaten sind es nur 100 Unterschriften, in anderen ist die Zahl deutlich höher. Er selbst bezeichnete sich als lebenslangen Demokraten.

Unabhängige können den Wahlausgang aber durchaus beeinflussen, indem sie anderen Kandidaten Stimmen wegnehmen. Sie fürchten, eine Kandidatur des Unternehmers könne letztendlich Trump in die Hände spielen, weil Wähler von den Demokraten abwandern.

Schultz, der nach eigenen Angaben sein "Leben lang" Demokrat gewesen ist, kündigte bei CBS an, als "unabhängiger Zentrumskandidat außerhalb des Zwei-Parteien-Systems" antreten zu wollen.

Träte er als Demokrat an, müsse er Dinge vertreten, an die er nicht glaube, da die Partei so sehr nach links gerückt sei.

Schultz gilt als Architekt und Mastermind hinter dem rasanten Aufstieg von Starbucks, das innerhalb von vier Jahrzehnten von einem einzigen Laden in Seattle zu einem Kaffee-Imperium mit mehr als 28.000 Filialen weltweit expandiert ist. Er positionierte das Unternehmen in den USA betont liberal und weltoffen. Immer wieder übt er scharfe Kritik an Trump.

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