Catania: Rettungsschiff "Sea-Watch" legt mit 47 Flüchtlingen in Italien an

Ein Schiff der italienischen Küstenwache nähert sich dem Rettungsschiff

Das Rettungsschiff "Sea-Watch 3" mit 47 Flüchtlingen an Bord ist am Donnerstagvormittag im Hafen von Catania eingetroffen. "Ist es normal, dass ein NGO-Schiff frei vor Libyen verkehrt und allein entscheidet, wohin die Migranten gebracht werden sollen?", so Toninelli. Dem UNHCR zufolge sind im vergangenen Jahr durchschnittlich sechs Menschen pro Tag beim Versuch gestorben, das Mittelmeer zu überqueren. An Bord sollen sich auch 15 unbegleitete Minderjährige befinden. Italiens rechter Innenminister Matteo Salvini hatte zuletzt Ermittlungen gegen Sea-Watch gefordert. Das Schiff wurde zuvor von Schiffen der italienischen Küstenwache von der Küste von Siracusa bis nach Catania begleitet. Er nannte Italien, Deutschland, Malta, Rumänien, Luxemburg, Portugal und Frankreich. Laut italienischen Medienberichten boten darüber hinaus auch Spanien und Litauen eine Aufnahme der Migranten an. Auch Deutschland übernimmt einen Teil der Geflüchteten.

Schwierigkeiten befürchtet aber die Hilfsorganisation Sea-Watch aus Berlin.

Das Flüchtlingsschiff "Sea-Watch 3" am Donnerstag im Hafen von Catania. Auf Twitter schrieb die Nichtregierungsorganisation: "Die #SeaWatch 3 wurde nach Catania beordert". Sea-Watch vermutete hingegen eine politische Agenda bei der Zuweisung.

Staatsanwalt Carmelo Zuccaro aus Catania hatte unter anderem 2017 das deutsche Rettungsschiff "Iuventa" an die Kette legen lassen. "Wenn das kein politischer Schachzug ist, wissen wir auch nicht. Wir hoffen das Beste und bereiten uns aufs Schlimmste vor". Auch hatte Zuccaro vorübergehend ein Schiff der spanischen NGO Open Arms beschlagnahmen lassen. Auch hatte er den Hilfsorganisationen SOS Mediterranee und Ärzte ohne Grenzen vorgeworfen, mit ihrem Schiff "Aquarius" illegal gefährlichen Müll in Italien entsorgt zu haben.

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