Gericht in Pakistan urteilt über Freispruch für Asia Bibi

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Acht Jahre drohte der Christin Asia Bibi in Pakistan die Vollstreckung eines Todesurteils; im Oktober 2018 wurde sie vom Obersten Gericht des Landes freigesprochen.

Wie der Spiegel unter Berufung auf diverse Nachrichtenagenturen meldet, sei der Berufungsantrag als "unzulässig" abgewiesen worden.

Der Tuttlinger CDU-Bundestagsabgeordnete und ehemalige Unionsfraktionschef Volker Kauder, der sich für die Christin einsetzt, sagte am Dienstag im Gespräch mit der "Schwäbischen Zeitung", es sei jetzt an Asia Bibi selbst, über ihre Zukunft zu entscheiden.

Die Mutter von fünf Kindern lebt seitdem mit ihrer Familie an einem geheimen Ort in Pakistan. Laut einem Bericht des "Guardian" haben radikalislamistische Aktivisten bereits angedroht, Asia Bibi sei auch im Falle einer Ausreise nicht sicher, denn sie verdiene den Tod. Als mögliches Land für einen Asylantrag ist auch Deutschland im Gespräch.

Asia Bibi war 2009 als erste Katholikin wegen Blasphemie angeklagt und 2010 zum Tode verurteilt worden. Das Todesurteil gegen sie sorgte international für Empörung. Ein Jahr später wurde sie zum Tode verurteilt - trotz fehlender Beweise und widersprüchlicher Zeugenaussagen. Dieser sprach die Christin im vergangenen November frei. Die Richter hätten sich durch die gewaltsamen Proteste von Islamisten nicht einschüchtern lassen. Die Regierung hatte zugesagt, Asia Bibi nicht die Ausreise zu genehmigen und eine Revision des Urteils zu prüfen. Islamisten hatten den Antrag eingereicht, nachdem ein vor acht Jahren verhängtes Todesurteil gegen Bibi im Oktober aufgehoben worden war. Bibi reagierte überglücklich. Sie hat erklärt, dass sie nach Kanada wolle, wo ihre Töchter Asyl erhalten haben. Vor allem die Behörden müssten jeglichen Einschüchterungsversuchen gegen den Obersten Gerichtshof widerstehen und diese untersuchen.

Wer nimmt Asia Bibi auf? Viele Abgeordnete aus meiner Fraktion und christliche Organisationen haben sich für die Freilassung der Christin eingesetzt. Asia Bibi wurde von ihrem Anwalt Saiful Malook vertreten, der eigens aus seinem Exil in Europa nach Pakistan zurückgekehrt war. Knapp 20 Menschen sitzen dort noch wegen Blasphemie in Todeszellen, insgesamt sollen nach Angaben des Hilfwerks "Kirche in Not" 187 Christinnen und Christen wegen vermeintlicher Blasphemie inhaftiert sein. Laut pakistanischen Medien gab es islamistische Drohungen gegen die Richter. Zwei prominente Politiker, die sich öffentlich gegen den Blasphemieparagrafen ausgesprochen hatten, wurden 2011 ermordet. Das Blasphemiegesetz in Pakistan, das die Beleidigung des Propheten unter Todesstrafe stellt, hat international Kritik auf sich gezogen, weil es für politische Zwecke missbraucht wird und islamistischen Gruppen dazu dient, die Verfolgung religiöser Minderheiten zu rechtfertigen.

Die Justiz hält an ihrem Urteil fest und beendet den Prozess gegen die Christin.

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