Rassistisches Foto: "Das bin definitiv nicht ich"

Demokratischer Politiker Northam Virginias Gouverneur bereut rassistisches Jahrbuch-Foto

Das erklärt Ralph Northam, nachdem seine Entschuldigung nicht zu einem Ende der Rücktrittsforderung führt. Zu dem Foto lieferte er widersprüchliche Erklärungen.

Unter anderem die Zeitung "The Virginian Pilot" hatte ein Foto veröffentlicht, das 1984 zu Northams Abschluss an der East Virginia Medical School auf seiner Jahrbuchseite erschienen war. Das Bild zeigt zwei nicht identifizierbare Personen auf einer Party - eine mit schwarz geschminktem Gesicht in versuchter Nachahmung eines Afroamerikaners, die andere in der typischen Kutte des rassistischen Ku-Klux-Klans. Wer von den beiden Figuren der Gouverneur des US-Bundesstaats Virginia ist, blieb offen.

Auch die Republikanische Partei in Virginia und die gegen Diskriminierung von Schwarzen kämpfende Bürgerrechtsvereinigung NAACP forderten Northam aufgrund des Jahrbuch-Fotos zum Rücktritt auf. Der Politiker der am Freitag erklärte tatsächlich auf dem Foto abgebildet zu sein, ruderte nun zurück.

Am Samstag sagte Gouverneur Northam dann bei einer eigens einberufenen Pressekonferenz an der Seite seiner Ehefrau: "Das bin definitiv nicht ich". "Ich habe dieses Foto gestern abend zum ersten Mal gesehen, es war schockierend und erschreckend".

Die Parteiführungen der Demokraten im Bundesstaat Virginia und in Washington forderten Northam zum Rücktritt auf.

Auch mehrere Präsidentschaftsaspiranten der Partei gingen sofort auf Distanz. Das Bild lasse "Jahrhunderte der Wut, Qualen und rassistischer Gewalt" wach werden.

Selbst US-Präsident Donald Trump schaltete sich ein und rügte Northams Verhalten auf Twitter als "unverzeihlich".

Außerdem ließ Trump eine Spitze gegen das Wahlkampfteam des Republikaners Ed Gillespie los, der Northam bei den Gouverneurswahlen 2017 unterlegen gewesen war: Gillespie sollte seine damaligen Helfer wegen "Pflichtversäumnis" zur Rechenschaft ziehen, schrieb Trump. Vergleiche mit dem Ku-Klux-Klan und das Schwarzschminken von Gesichtern gelten in der US-Gesellschaft als absolutes Tabu. "Wenn sie dieses schreckliche Bild vor der Wahl entdeckt hätten, hätte er mit 20 Prozentpunkten Vorsprung gewonnen!" Das sogenannte Blackfacing wiederum - das Dunkelschminken weißer Personen zur Darstellung von Schwarzen, etwa im Theater und zu Karneval - wird als rassistisches Stereotyp kritisiert.

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