San Salvador: 37-jähriger Bukele gewinnt Präsidentschaftwahl

Bild EPA  EFE

Präsidentschaftskandidat Nayib Bukele erklärte sich bereits nach dem ersten Durchgang zum Sieger bei den Wahlen in El Salvador.

El Salvador wählt am heutigen Sonntag den Nachfolger des linken Präsidenten Salvador Sánchez Serén für die nächste fünfjährige Amtsperiode. Nayib Bukele von der konservativen Großen Allianz der Nationalen Einheit konnte nach dem vorläufigen Endergebnis 53,83 Prozent der Stimmen auf sich vereinen, wie die Wahlkommission am Sonntagabendauf Twitter mitteilte. Er wird der bislang jüngste Chef des mittelamerikanischen Staates.

"Heute haben wir in der ersten Runde gewonnen und Geschichte geschrieben", sagte Bukele.

Der ehemalige Bürgermeister der Hauptstadt San Salvador galt in dem mittelamerikanischen Land lange Zeit als politischer Außenseiter. Die beiden Rivalen räumten ihre Niederlagen ein. Der von der rechten Partei Arena aufgestellte Unternehmer Carlos Calleja stand in den Wählerbefragungen an zweiter Stelle, gefolgt vom ehemaligen Aussenminister Hugo Martínez von der regierenden Nationalen Befreiungsfront Farabundo Martí (FMLN).

Bukele, dessen Vater palästinensischer Herkunft ist, trat in Jeans und Lederjacke vor seine feiernden Anhänger.

Sein Sieg läutet eine neue Ära in dem von Gewalt, Korruption und Armut geprägten zentralamerikanischen Land ein, das seit dem Ende des Bürgerkriegs 1992 abwechselnd von Arena und FMLN regiert wurde. Die Amtsübernahme ist für den 1. Juni vorgesehen.

Bukele hat versprochen, mehr in Bildung zu investieren und die Korruption zu bekämpfen. Vor allem müsste er aber neue Programme gegen die weit verbreitete Unsicherheit in dem Land umsetzen, das von Bandenkriminalität geplagt wird. Die Mordrate liegt bei 51 pro 100.000 Einwohnern - und damit erheblich über dem weltweiten Durchschnitt. Allerdings wird er ohne Mehrheit im Parlament regieren müssen: Dort verfügt seine Partei über nur elf der insgesamt 84 Sitze.

Die Menschen in El Salvador haben zudem mit einer Wirtschaftskrise zu kämpfen.

Doch etwa 30 Prozent der 6.6 Millionen Salvadorianer leben unter der Armutsgrenze. Der monatliche Mindestlohn von umgerechnet rund 300 Franken reicht gerade einmal, um Nahrungsmittel zu kaufen.

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