Brexit: Nissan wird den nächsten X-Trail nicht in England bauen

Der Nissan-Schriftzug

Der japanische Automobilhersteller Nissan wird die nächste Generation seines SUV-Modells X-Trail für den europäischen Markt in Japan statt in England bauen. Die Europa-Zentrale des Unternehmens teilte mit, man werde den neuen "X-Trail" statt im nordenglischen Sunderland in einem japanischen Werk produzieren. Der Konzern hob hervor, dass dies zwar eine Enttäuschung für die Belegschaft in Sunderland sei. "Wir können die unvermeidliche Rolle nicht leugnen, die der Brexit hier spielt". "Während wir diese Entscheidung aus betrieblichen Gründen getroffen haben, hilft die fortwährende Unsicherheit rund um das künftige Verhältnis des Vereinigten Königreiches zur EU Unternehmen wie unserem nicht bei der Zukunftsplanung", sagte er mit Blick auf den Brexit. Die Labour-Abgeordnete Bridget Phillipson aus der Region Sunderland sprach von einer "besorgniserregenden" Nachricht. Viele Jobs und Existenzen hingen von Nissan ab. Die Pläne für andere Modelle wie die SUVs Qashqai und Juke seien für den Standort aber unverändert.

Die Labour-Abgeordnete Julie Elliott machte den geplanten EU-Austritt Großbritanniens für die Entscheidung verantwortlich. "Nichts davon ist hilfreich, um zu Unternehmensinvestitionen in diesem Land zu ermutigen", schrieb sie.

Ursprünglich hatte Nissan im Jahr 2016 angekündigt, dass der "X-Trail" in Sunderland gebaut werden solle.

Der Autokonzern ist ein wichtiger Arbeitgeber in der Region, die früher ein industrielles Zentrum war und mit der es danach wirtschaftlich bergab ging. Die Mehrzahl der Wähler in Sunderland votierte für den Brexit. Nun ist stattdessen der Bau in Kyushu in Japan vorgesehen. Nissan beschäftigt fast 7000 Menschen in Sunderland, der größten Produktionsanlage des Autobauers in Europa.

Related:

Comments

Latest news

Erwartungen übertroffen: Google-Mutter Alphabet mit mehr Umsatz - Aktie fällt trotzdem nachbörslich
Die Analysten erwarteten einen Umsatz 38,93 Milliarden US-Dollar und einen Gewinn von 10,87 US-Dollar pro Aktie. Das trug 2018 zu einem massiven Anstieg der Investitionsausgaben um 102 Prozent auf 25,1 Milliarden Dollar bei.

Germania beantragt Insolvenz und stellt Flugbetrieb ein
Branchenkenner aber berichten, dass die Familie des 2005 verstorbenen Germania-Gründers Hinrich Bischoff heillos zerstritten sei. Als Grund für die Schieflage machte die Unternehmensführung Mitte Januar das allgemeine wirtschaftliche Umfeld verantwortlich .

Esther Schweins rettet auf Mallorca Mann das Leben
Hier finden Sie brandheiße News, tolle Gewinnspiele und den direkten Draht zur Redaktion. Irgendwann war er mit dem Kopf unter Wasser geraten.

Brad Pitt und Angelina Jolie: Heimliches Wiedersehen?
Das wäre auch längst überfällig: Pitt durfte sich mit den Kindern seit mehr als 900 Tagen nicht mehr öffentlich sehen lassen. Worum es bei dem Treffen von Jolie und Pitt genau ging, ist nicht bekannt.

USA - Einwanderungsbehörde verhaftet Rapper 21 Savage
Damals sei aber nicht aufgefallen, dass 21 Savage Brite sei. 21 Savage soll einem Einwanderungsrichter vorgeführt werden. Der Rapper, der eigentlich angibt, aus der Hip-Hop-Hauptstadt Atlanta zu kommen, sei in Wirklichkeit Brite.

Other news