Liam Neeson: "Wollte aus Rache Schwarzen töten"

Actor Liam Neeson arrives for the world premiere of Widows at the Toronto International Film Festival in Toronto

Der Schauspieler kam demnach gerade aus dem Ausland zurück und hatte erfahren, dass eine Frau, die er gut kannte, vergewaltigt worden war.

Für dieses Interview bekommt Liam Neeson (66) eine Menge Kritik: Der Schauspieler hat gerade erzählt, dass er vor Jahren auf die Vergewaltigung einer Frau, die ihm nahesteht, mit Rache-Fantasien gegen schwarze Männer reagiert habe. Die Geschichte sei "wahr", sagte der in Nordirland geborene Filmstar in dem Interview weiter.

Nach der Vergewaltigung habe er die Freundin gefragt, ob sie wisse, wer die Tat begangen habe. Er sei daraufhin mit einem Knüppel durch die Straßen gezogen. "Ich habe das vielleicht eine Woche lang gemacht in der Hoffnung, dass irgendein schwarzer Bastard aus einer Bar kommt und mich provoziert, so dass ich ihn töten kann". Er "schäme" sich und habe eine Lehre aus dem Vorfall gezogen. Neeson, der im Laufe seiner Karriere in einer Reihe von Rachethrillern zu sehen war, sprach über seinen neuen Film "Hard Powder", in dem er einen Mann spielt, der den Mord an seinem Sohn rächt. "Und ich habe es nie zugegeben". Das "Bedürfnis nach Rache" habe er aber schon beim Aufwachsen während des Nordirland-Konflikts kennengelernt.

Neesons Interviewäußerungen sorgten in den sozialen Netzwerken für Empörung. Das Interview sei "so traurig (und ja, immer noch rassistisch)", heißt es unter anderem auf Twitter. "Es bekräftigt die Vorstellung, dass Farbige, und insbesondere schwarze Männer, kollektiv verantwortlich für die Verbrechen anderer sind". Ob das Opfer eine Familienangehörige oder Freundin war, verriet Liam Neeson nicht.

Zu erklären sein dürfte das überraschende Geständnis mit Neesons aktuellem Filmprojekt "Cold Pursuit". Er habe aber seine Lektion daraus gelernt, so der Hollywood-Star, schließlich sei er zur Vernunft gekommen und habe gedacht: "Was zum Teufel machst du da?"

Related:

Comments

Latest news

Germania beantragt Insolvenz und stellt Flugbetrieb ein
Branchenkenner aber berichten, dass die Familie des 2005 verstorbenen Germania-Gründers Hinrich Bischoff heillos zerstritten sei. Als Grund für die Schieflage machte die Unternehmensführung Mitte Januar das allgemeine wirtschaftliche Umfeld verantwortlich .

USA fordern Venezuelas Militär erneut zum Überlaufen auf
Die USA erkennen ebenso wie Kanada und mehrere lateinamerikanische Länder Guaidó als amtierenden Staatschef Venezuelas an. Er argumentiert, Maduros Wiederwahl im vergangenen Jahr habe demokratischen Standards nicht genügt.

Bundesregierung: Berater kosteten seit seit 2006 mehr als 1,2 Milliarden Euro
Für die Jahre bis 2014 würden daher "teilweise keine oder nur lückenhafte Unterlagen zu den abgefragten Sachverhalten" vorliegen. Zudem würden die verschiedenen Ministerien den Begriff "Beratungs- und Unterstützungsleistungen" unterschiedlich definieren.

Streit um Big Mac: Burger King verspottet McDonald's
Denn McDonald's hat nicht länger die exklusiven Markenrechte am Big Mac (hier Details darüber lesen ). Jede Hoffnung des Fastfood-Riesen auf Namensrechte oder Markenschutz war damit verflogen.

USA - Einwanderungsbehörde verhaftet Rapper 21 Savage
Damals sei aber nicht aufgefallen, dass 21 Savage Brite sei. 21 Savage soll einem Einwanderungsrichter vorgeführt werden. Der Rapper, der eigentlich angibt, aus der Hip-Hop-Hauptstadt Atlanta zu kommen, sei in Wirklichkeit Brite.

Other news