Netzstandard: Merkel nennt Bedingung für Huawei-Beteiligung am 5G-Ausbau

Sicherheitskreise befürchten ein Risiko durch die Beteiligung von Huawei am deutschen Netz.

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat Bedingungen formuliert, damit chinesische Netzwerkfirmen wie Huawei am Ausbau eines modernen 5G-Mobilfunknetzes in Deutschland teilnehmen können. Man müsse angesichts der Sicherheitsbedenken mit der chinesischen Regierung sprechen, dass "eben nicht die Firma einfach die Daten an den Staat abgibt", sagte Merkel am Dienstag in Tokio in einer Diskussion mit Studenten der Keio-Universität. Man werde aber darauf achten, wie Informationen nutzen gesammelt würden.

Huawei ist einer der führenden Zulieferer für die europäischen Telekomgesellschaften, die Milliardenbeträge für den 5G-Ausbau ausgeben wollen, um die steigende Datennachfrage bewältigen zu können. Nach der wachsenden Macht Pekings auf der Welt gefragt, sagte Merkel, Europa strebe in den Beziehungen zu China nach "Reziprozität" und wolle "auf Augenhöhe" mit ihm arbeiten.

Zugleich hob die Kanzlerin hervor, es müsse mit China ein Weg für einen "sorgsamen und freien" Umgang mit geistigem Eigentum gefunden werden. Dabei soll insgesamt sichergestellt werden, dass der chinesische Staat nicht unerlaubt auf die Daten der chinesischen Produkte zugreifen kann, wenn diese hierzulande angeboten werden.

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