Handelsstreit und Dieselrückrufe: Daimler-Gewinn bricht um fast ein Drittel ein

"Damit können und wollen wir nicht zufrieden sein", sagte Zetsche. Bereits 2017 hatte Daimler bei Mercedes ein neues Sparprogramm aufgelegt, dass einen Schub von 4 Milliarden Euro über die nächsten Jahre bringen sollte. Der Nettogewinn ging um 29 Prozent auf 7,6 Milliarden Euro zurück, teilte der Konzern in Stuttgart mit.

"Für Daimler war 2018 ein Jahr mit starkem Gegenwind", sagte der scheidende Konzernchef Dieter Zetsche am Mittwoch in Stuttgart. Zur Hauptversammlung im Mai reicht er seinen Posten an den Nachfolger Ola Källenius weiter. Auf seiner letzten Bilanzpressekonferenz musste der Vorstandschef aber wegen des Gewinneinbruchs im Vorjahr den Aktionären eine Kürzung der Dividende auftischen. Das ist positiv, wenngleich die Sparte mit einer Gewinnspanne von 7,2 Prozent weiterhin hinter der Zielrendite von acht Prozent zurückbleibt. Das Betriebsergebnis soll ebenfalls leicht über dem Vorjahr liegen.

Zum Handelsstreit zwischen China und den USA kamen auch noch Kosten für Dieselrückrufe und für das früher verwendete Kältemittel R134a. Dabei ist der voraussichtliche Sonderertrag aus der Gründung des Carsharing-Joint-Ventures mit BMW bereits enthalten. Bedeutend höhere Materialkosten und negative Wechselkurseffekte kommen hinzu. Hier rechnet Daimler 2019 mit einer Umsatzrendite von 7 bis 9 Prozent (VJ 7,2).

Weiter besser laufen soll es allerdings in der zweitwichtigsten Sparte, bei den schweren Lkw. Er will nun weitere Details zu den geplanten Kostensenkungen abwarten.

Zudem hat sich das Unternehmen vorgenommen, einen Zufluss freier Mittel aus dem Industriegeschäft zu erreichen, der deutlich über dem Vorjahreswert von 2 Milliarden Euro liegt - und der auch die Dividendenzahlung 2018 übersteigt, die bei 3,9 Milliarden Euro lag. Der Umsatz ist mit 93 Milliarden Euro leicht rückläufig, das Betriebsergebnis ist um 18 Prozent abgesackt. Der Autokonzern gab neben den Sonderkosten auch viel Geld für neue Modelle und neue Technik wie Elektroantriebe aus.

2019 soll hingegen neben Absatz und Umsatz auch der operative Gewinn leicht steigen.

2018 dürfte das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) um ein Sechstel auf 12,1 Milliarden Euro geschrumpft sein, wenn es nach den durchschnittlichen Analystenschätzungen geht.

Daimler verfüge weiter über hohe Geldbestände und eine robuste Bilanz, sagte Finanzchef Bodo Uebber. Daimler Trucks ist der Lichtblick unter den fünf großen Geschäftsfeldern des Konzerns. Die Aktie fiel kurz nach dem Handelsstart um 1,7 Prozent. Mit 3,25 Euro je Anteilschein blieb die Dividende unter der Konsensprognose von 3,46 Euro.

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