"Eintrittsgeld" für Venedig könnte im Mai kommen

Venedig-Besucher müssen künftig Eintritt zahlen- zu viele Touristen

Zu Spitzenzeiten sind bis zu 130.000 Touristen täglich in Venedig unterwegs.

Venedig. Venedig könnte noch stärker einem Museum gleichen, sobald die Lagunenstadt Eintritt für Tagestouristen verlangt. Ja, so ist es.

Verschiedenen Schätzungen zufolge besuchen pro Jahr zwischen 20 und 30 Millionen Menschen Venedig. Ausgenommen von der Zahlung sind Hotelgäste, die ohnehin eine Ortstaxe zahlen.

Tagestouristen in Venedig sollen nach Plänen des Bürgermeisters von Mai an Eintritt für die beliebte Lagunenstadt bezahlen. Je nach Saison könnten die Preise noch weiter steigen, so Venedigs Bürgermeister Luigi Brugnano. Die Touristenabgabe soll bei der Benutzung von öffentlichen und privaten Verkehrsmitteln als Aufschlag erhoben werden. Demselben Kalkül ist nun auch die neue Maßnahme geschuldet.

Der Bürgermeister will schließlich erreichen, dass Touristen von 2022 an nicht nur Hotels und Unterkünfte, sondern auch Tagesausflüge in die Stadt buchen müssen. Brugnaro will die historische Stadt mit den Einnahmen instand halten. Es würde nur komplizierter.

"Wir sind nicht daran interessiert, Kasse zu machen", versichert Brugnaro. Brugnaro zufolge gibt Venedig jährlich rund 30 Millionen Euro mehr aus als andere Städte für "normale Altstädte".

Kritik kam ausgerechnet von Agrar- und Tourismusminister Gian Marco Centinaio, der das Eintrittsgeld auf Twitter als "unnütze und schädliche Maßnahme" bezeichnete. Auf Rückfrage war im Ministerium zunächst keine Antwort zu erhalten. Einige Bürgerinitiativen protestieren seit Langem gegen die Einfahrt der riesigen Kreuzfahrtschiffe in den Hafen der Stadt, deren Passagiere sich dann tagsüber massenhaft in die Straßen der Stadt ergießen und Abends wieder an Bord gehen.

Es ist unwahrscheinlich, dass eine Eintrittsgebühr tatsächlich den Ansturm reduzieren kann und soll. Aber Venedig ist ein Geschäft, nicht zuletzt für die Venezianer selbst.

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