Französischer Zeichner Tomi Ungerer ist tot

Ungerer im Jahr 2011

Der französische Zeichner und Buchillustrator und -autor Tomi Ungerer ist tot. Dort wird es im "Musée Tomi Ungerer" gezeigt. Der international bekannte Künstler starb in der Nacht auf Samstag im Alter von 87 Jahren, wie sein langjähriger Berater Robert Walter mitteilte. "Meine erotischen Zeichnungen sind reine Satire", sagte er. Seit 1976 lebte er mit seiner dritten Frau in Irland, blieb seiner elsässischen Heimat aber treu. Außerdem schuf er scharfzüngige Bilderbücher für Erwachsene. Zum Zeitpunkt seines Todes befand sich Ungerer im Haus seiner Tochter in Irland.

Ungerers Werk ist geprägt vom Spiel mit der Sprache. ange wurden seine Erotik-Zeichnungen als zu provozierend empfunden, als pornografisch und sexistisch.

In Deutschland wird sein Name vor allem mit dem "Großen Liederbuch" verbunden, das sich über 1,4 Millionen Mal verkaufte. Einen grossen Teil seines Werkes machen politische, aber auch erotische Zeichnungen aus. Dies Kritik wies er stets zurück.

Ungerer machte sich zudem gegen Rassismus stark. Der Elsässer hat sich sein Leben lang für die deutsch-französische Freundschaft eingesetzt, 2008 wurde er dafür mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet.

"Er war nicht nur ein grosser Künstler, er verkörperte auch die Komplexität des Elsass, seiner Doppelkultur".

Sein Werk ist enorm: In den vergangenen Jahrzehnten veröffentlichte Tomi Ungerer mehr als 140 Bücher und erstellte Zehntausende Zeichnungen. "Wir haben uns vorgestellt, dass es ewig ist, und jetzt verlässt er uns", sagte Alain Fontanel, erster stellvertretender Bürgermeister von Strassburg, wie die Zeitung "Les Dernières Nouvelles d'Alsace" berichtete. "Wenn man aufhört zu denken und zu arbeiten, dann wird man alt", sagte er vor wenigen Jahren.

Trotz einer überstandenen Tumorerkrankung rauchte er weiter - "Tumor mit Humor", sagte er dazu.

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