Mit intimen Privatfotos: Jeff Bezos wirft ''Enquirer''-Verlagschef übelste Erpressung vor

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In einem offenen Brief vom Donnerstagabend (Ortszeit) beschuldigte der Multimilliardär den Chef des "Enquirer"-Verlags American Media Inc". (AMI), David Pecker, hinter dem Erpressungsversuch.

Außerdem spielten Pecker und sein Verlag eine Rolle in der Schweigegeldaffäre um Trump.

Bezos und seine Ehefrau MacKenzie hatten Anfang Januar in einer gemeinsamen Erklärung ihre Scheidung angekündigt.

"Natürlich will ich keine persönlichen Fotos veröffentlicht sehen, aber ich werde auch nicht bei ihren allseits bekannten Erpressungsmethoden mitmachen, bei ihren politischen Gefälligkeiten, politischen Attacken und Korruption".

Der "National Enquirer" hatte im Januar die außereheliche Affäre des 54-jährigen Amazon-Chefs mit der früheren Nachrichtensprecherin Lauren Sanchez enthüllt.

Jetzt machte Jeff Bezos mehrere E-Mails von AMI öffentlich, in denen er mit weiteren pikanten Fotos erpresst wird.

Bezos' Sicherheitsberater Gavin de Becker hatte erklärt, in der Affäre gebe es "starke Hinweise auf politische Motive".

Auch die Veröffentlichung von Bezos Affäre mit Lauren Sanchez, die nur wenige Tage nach der Trennung von seiner Frau kam, gilt vielen als politischer Akt, der direkt auf einen politischen Gegner abzielte. In einer dieser Mails wird eine vertrauliche Einigung zwischen beiden Parteien vorgeschlagen.

Er und sein Berater seien aufgefordert worden, öffentlich zu erklären, dass die Berichterstattung des Blatts nicht politisch motiviert sei.

"Sie sagten, sie hätten mehr Textnachrichten und Fotos, die sie veröffentlichen würden, wenn wir unsere Untersuchung nicht einstellen würden", schrieb der Unternehmer.

Bezos verwies darauf, dass bestimmte mächtige Menschen, über die seine "Washington Post" berichte, zu dem falschen Schluss kämen, dass er ihr Feind sei. Das sei offensichtlich durch seine vielen Tweets.

Die Beziehung zwischen dem Präsidenten und Jeff Bezos ist seit geraumer Zeit problematisch: Trump neidet dem Amazon-Mogul offenbar seinen Reichtum, auch bringt die von Bezos 2013 gekaufte Zeitung "Washington Post "den Präsidenten mit ihrer kritischen Berichterstattung regelmässig zur Weissglut". Trump hat wiederholt auch Bezos persönlich angegriffen. Stattdessen habe vermutlich Sanchez - der öffentlich Unterstützung für Trump bekundet hat - die Informationen an den "Enquirer" weitergegeben. Die Zeitung schrieb, Michael Sanchez weise jede Verantwortung zurück. Angesichts der Vorwürfe sei der Vorstand nun aber zu dem Schluss gelangt, "dass er die Behauptungen schnell und gründlich untersuchen sollte". Man gehe weiter davon aus, dass bei der Berichterstattung über Bezos keine Gesetze gebrochen worden seien.

Statt sich der Erpressung zu beugen, habe er sich aber entschlossen, die Drohungen publik zu machen, schrieb Bezos in dem auf dem Portal "Medium" veröffentlichten Brief. Seine Ermittler seien von mehreren Menschen kontaktiert worden, die in ähnlichen Fällen vor AMI eingeknickt seien, weil etwa ihr Lebensunterhalt auf dem Spiel gestanden habe. Das US-Magazin schätzte sein privates Vermögen zuletzt auf rund 136,9 Milliarden Dollar (118,8 Milliarden Euro). Der Bruder wies dies zurück, berichtete jedoch, laut Insidern beim "Enquirer" hätte Pecker den Amazon-Boss düpieren wollen, "um Trump glücklich zu machen".

So gab AMI im Dezember vergangenen Jahres zu, während Trumps Wahlkampf-Kampagne 150 000 US-Dollar Schweigegeld an das Playmate Karen McDougal (47) gezahlt zu haben, damit sie nicht über ihre Affäre mit dem damaligen Präsidentschaftskandidaten spricht. Er habe ein "Angebot" vom Eigentümer des "National Enquirer", David Pecker, bekommen, von dem die dortigen Top-Leute annahmen, dass er, Bezos, es nicht ausschlagen könne. "Catch and kill" heißt das in der Branche: einfangen und töten. "Diese Geschichten sind gestorben, weil Pecker einfach ein guter Freund von Trump ist", erklärt Frederic Lardinois.

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