Türkisch- statt Englischunterricht in der Grundschule?

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Lernen unsere Kinder bald statt Englisch Türkisch, Polnisch und Russisch in der Grundschule?

Er plädierte dafür, stattdessen mehr auf muttersprachliche Kenntnisse der verschiedenen Grundschulkinder zu setzen. Der Englisch-Unterricht an Grundschulen könnte komplett abgeschafft werden, sagte Keltek dem Kölner "Stadt-Anzeiger" am Freitag. "Und die Kinder mit Migrationshintergrund hätten mehr Zeit, sich auf das Deutsche zu konzentrieren", fügte Keltek hinzu. Kelket war selbst 40 Jahre lang Lehrer. Für die deutschen Kinder wäre es einfacher, sie würden diese Sprachen erlernen. Es gehe darum, den Lebensrealitäten der Kinder gerecht zu werden. Möglich wäre auch Polnisch-, Russisch- oder Italienischunterricht.

So könnten deutsche und ausländische Kinder gemeinsam lernen.

▶︎Integrationsexpertin Düzen Tekkal (HAWAR.help) sagt klar: "Die Vermittlung der eigenen Herkunftssprache kann und soll über die Eltern erfolgen, an der Schule wird aber Deutsch gesprochen". Die Potenziale der vielfältigen Gesellschaft dürften nicht brachliegen, forderte er.

Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) will dem Bericht zufolge in den nächsten Wochen ihre Ziele für die Grundschulen vorstellen.

Nach Meinung von Schulministerin Gebauer schießt Keltek über das Ziel hinaus. Es gibt bereits heute ein breites Angebot an herkunftssprachlichem Unterricht zum Beispiel in Türkisch oder Polnisch, ebenso wie einen breit gefächerten Fremdsprachenunterricht. "Beides hat sich bewährt und wird auch nicht verändert". "Englisch ist und bleibt die zentrale Fremdsprache, die eine weltweite Kommunikation ermöglicht", sagte sie.

Grundschüler in Nordrhein-Westfalen sollen kein Englisch mehr lernen. Wenn wir wirklich Integration in Deutschland haben wollen, dann heißt die Forderung: Die Kinder müssen Deutsch lernen und nichts anderes.

Sie stelle aber auch fest, dass es zunehmend Kinder gäbe, die in der Grundschule aufgrund schlechter Deutschkenntnisse nicht mitkommen. Damit sind sie von Anfang an benachteiligt. Und dabei ist es noch nicht einmal so, dass Kinder automatisch die Mitarbeitsverweigerung ihrer Eltern übernehmen würden, die der Präsident des Deutschen Städte- und Gemeindebundes schon so eindrücklich beschrieben hat.

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