Auch Renault schaltet Staatsanwaltschaft im Fall Ghosn ein

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Renault will im Zusammenhang mit den Kosten für die Hochzeit des inhaftierten Ex-Vorstandschefs Carlos Ghosn im Schloss Versailles die Staatsanwaltschaft einschalten. Tatsächlich wurden die 50.000 Euro offenbar mit Sponsoringkosten verrechnet.

Der 64-Jährige Ghosn war am 19. November in Tokio wegen Verstoßes gegen Börsenauflagen festgenommen und angeklagt worden. Der frühere Manager soll auch persönliche Verluste auf Nissan übertragen haben. Vor Gericht hatte der Top-Manager seine Unschuld beteuert und vermutete einen Komplott gegen ihn. Ihnen ist natürlich nicht entgangen, dass der französische Autohersteller zu den allgemeinen Sponsoren des Schlosses gehört. "Renault hat entschieden, die Ergebnisse der Untersuchung den Behörden zu übergeben", teilte der Konzern mit.

"Die bisher gesammelten Elemente erfordern zusätzliche Prüfungen", hieß es nun von Renault.

Renault hatte im Juni 2016 einen Sponsorenvertrag mit Schloss Versailles abgeschlossen.

Versailles hat einen Teil seiner jüngeren Renovierungsarbeiten mit dem Geld des Autokonzerns finanziert. Im Gegenzug profitiert das Unternehmen von Dienstleistungen. Die Kosten dafür bewertet das Schloss mit 50 000 Euro. Vier Monate später feierte Ghosn im Lustschloss Grand Trianon im Park von Versailles mit großem Pomp im Stil der früheren Königin Marie Antoinette die Hochzeit mit seiner zweiten Frau. Dabei habe es sich jedoch um eine völlig private Veranstaltung gehandelt, die nichts mit dem Sponsoring von Renault zu tun hat, zitierte die Zeitung eine Quelle. Renault hatte zuvor stets erklärt, bei der Bezahlung Ghosns für die Jahre 2017 und 2018 keine Unregelmäßigkeiten oder Betrug festgestellt zu haben.

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