3:1 gegen Schalke - Trügerischer Spieltags-Gewinner FCB hofft auf BVB-"Flatter"

Manuel Neuer wird erneut nicht spielen

Als Extra-Portion Motivation kam der 3:3-Ausrutscher von Borussia Dortmund am Nachmittag gegen Hoffenheim gerade recht. Die Bayern verkürzten den Rückstand auf Borussia Dortmund hingegen auf fünf Punkte. Rundum souverän agieren die Münchner wieder nicht.

Spieltag soll aus Bayern-Sicht einen Wendepunkt im Titelkampf darstellen. Der Schalker Jeffrey Bruma (12. Minute) durch ein Eigentor, Robert Lewandowski (27.) und Serge Gnabry (57.) ließen die Bayern-Fans unter den 75.000 Zuschauern in der Münchner Arena jubeln. U19-Stürmer Ahmed Kutucu blieb in der Anfangsformation - eine Überraschung.

"Wir haben das in der ersten Halbzeit richtig gut gemacht, in der zweiten Halbzeit phasenweise", meinte Bayerns Trainer Niko Kovac. Kovac, Salihamidzic und Lewandowski führten die Konzentrationsschwächen auch auf die kraftraubenden 120 Pokalminuten von Berlin zurück. "Ich denke, dass der Sieg verdient war".

Besonders überzeugen konnte die Offensivreihe des Rekordmeisters. "Wir schenken zu viel her und lassen den Gegner zu Torchancen kommen, ohne dass er richtig im Spiel ist", moserte der Verteidiger.

Der gute Manuel-Neuer-Vertreter Sven Ulreich bügelte Defensivschwächen seiner Vorderleute mehrfach aus. Eine Rückkehr von Neuer ins Tor des deutschen Fußball-Rekordmeisters ist offen.

Um bei den Bayern bestehen zu können, das verkündete Tedesco vorher, müsse seine Mannschaft gut stehen, leidensfähig sein und das nötige Quäntchen Glück haben. "Das war eine Vorlage, die wir genutzt haben", durfte Goretzka nach dem Abpfiff feststellen.

Die Bayern legten zunächst mit Tempo los und dominierten die Anfangsphase - was allerdings auch der Schwäche des Gegners geschuldet war. Der Führungstreffer war schön herauskombiniert, aber auch symptomatisch für den Gäste-Auftritt. Nabil Bentaleb hatte den Ball im Mittelfeld verbummelt. Wolfsburg-Leihgabe Bruma brachte den Ball im Zweikampf mit Bayern-Torjäger Lewandowski unhaltbar für Schlussmann Ralf Fährmann, der den gesperrten Alexander Nübel ersetzte, im eigenen Tor unter.

Immer wieder luden die Gelsenkirchener die Gastgeber in dieser Art zum Toreschießen ein.

Gegen ein aktuelles Durchschnittsteam wie Schalke blieben die Mängel im Gesamtergebnis unerheblich. Gegen die euphorisch aufgerückten Münchner passte Weston McKennie nach Fehler von James dem 18-jährigen Kutucu perfekt in den Lauf.

Die Münchner reagierten wie schon beim Pokalerfolg in Berlin postwendend. Im Gegenzug nutzten James und Robert Lewandowski einen Fehler von Suat Serdar zu einem Doppelpass, den Lewandowski sicher vollendete. Der Pole ließ Fährmann beim 13. Gästetrainer Domenico Tedesco brachte Ex-Bayer Sebastian Rudy, der im vergangenen August von München ins Revier gewechselt war, von Beginn an. Der Nationalspieler wurde ausgewechselt. Tedesco begründete den Wechsel sachlich: "Wir wollten mehr Aggressivität und haben uns für Mascarell entschieden". "Die Begründung war nicht, dass Basti schlecht war", versicherte der Trainer. Aber auch seine ehemaligen Kollegen hatten Grund, sich zu ärgern. Ansonsten übte der Trainer Nachsicht mit seinen Stars: "Es ist nicht so, dass nur wir bei Bayern München Fehler machen". Konoplyanka drang in den Strafraum ein, sein Schuss wurde vor McKennies Füße abgeblockt - und der traf den Pfosten. Und auch die wurde gefährlich, der Kopfball von Bruma ging unter Ulreichs Mithilfe ebenfalls ans Aluminium (55.). Erst nach dem dritten Münchner Tor war die Partie gelaufen: Lewandowskis Versuch per Fallrückzieher wurde zur Vorbereitung für Gnabrys Tor.

Bereits in den ersten sechs Minuten hatte der FC Bayern drei gute Tormöglichkeiten: Lewandowski scheiterte aus spitzem Winkel an Schalke-Keeper Ralf Fährmann (4.), ein Schuss von James Rodríguez wurde gerade noch geblockt (5.) und David Alaba zielte aus 20 Metern knapp am Gästetor vorbei (6.).

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