"National Enquirer" gegen Jeff Bezos: Alles nur "Verhandlungen"

Amazon-CEO Jeff Bezos  Bild EPA  DPA

Nach Bekanntwerden der Affäre mit Lauren Sanchez im Januar hatte ihn der Präsident als "Depp" (Bozo) und Bezos' "Lobbyisten-Zeitung" als "Amazon Washington Post" verspottet, die "hoffentlich bald in besseren Händen" landen werde.

Der "National Enquirer" hatte im Januar über eine außereheliche Affäre des reichsten Mannes der Welt berichtet. Es habe sich vielmehr um eine "legitime Verhandlung" gehandelt.

Bisher waren die Details der Trennung von Jeff und MacKenzie Bezos nur ein Thema für die Skandalpresse, für Amazons Anteilseigner und für alle, die Bezos' Plattwalz-Kapitalismus hassen.

Jeff Bezos erhebt Vorwürfe gegen ein US-Boulevardblatt, das Donald Trump nahe steht.

Bezos hat Medienberichten zufolge die Staatsanwaltschaft in New York informiert. Bezos und der "National Enquirer"-Herausgeber American Media Inc (AMI), den Abramowitz vertritt, hätten ein Interesse daran gehabt, ihre "Differenzen" beizulegen". Bezos enthüllt, was geschieht, wenn sich Macht, Geld und die skrupellose Klatschpresse gegen jemanden verbünden - ein Spiel, das "Washington Post"-Legende Bob Woodward in seinem jüngsten Buch über Trump so umschrieb: "Wahre Macht ist Furcht".

Wer dem "National Enquirer" die privaten Textnachrichten und Fotos von Bezos zugespielt hat, wollte Abramowitz nicht sagen. "Es ist absolut keine Erpressung", sagte Anwalt Elkan Abramowitz am Sonntag dem Fernsehsender ABC. Da war der Amazon-Gründer bereits von seiner Frau getrennt und mit der TV-Moderatorin Lauren Sanchez liiert, was aber noch nicht bekannt war. Bezos und Sanchez, so die "Post", hätten "fast identische E-Mails" von Dylan Howard, dem Chief Content Officer von AMI, und dessen Vize James Robertson erhalten: Man erbitte "ein Interview über ihre Liebesaffäre". "Bezos wollte nicht, dass eine andere Geschichte über ihn geschrieben wird oder diese Fotos veröffentlicht werden". Und auch sonst berichtet das Blatt regelmäßig kritisch über den US-Präsidenten. Seither folgten mehr als ein halbes Dutzend weiterer Berichte.

Bezos heuerte den prominenten Privatdetektiv Gavin de Becker an, um herausfinden, wie der "Enquirer" an seine Privatkorrespondenz kam. Der sagte der "Post", das Leak sei seinen Informationen zufolge "politisch motiviert". "Ich kann Ihnen sagen dass es weder Saudi-Arabien, noch Präsident Trump, noch (der Trump-Vertraute) Roger Stone war". AMI teilte daraufhin mit, man werde die Vorwürfe prüfen, halte die Berichterstattung über Bezos aber nach wie vor für rechtens. Er habe das aber nur gemacht, um die Affäre um Bezos und seine Schwester abzumildern.

Genau das könnte ihm nun zum Verhängnis werden.

Ihm sei ein unredlicher Deal vorgeschlagen worden, damit auf die Veröffentlichung des intimen Materials verzichtet wird. Das würde gegen die Vereinbarung mit der Justiz verstoßen.

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