"Gelbwesten" protestieren wieder in Frankreich

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Wie das Innenministeriums am Abend mitteilte, gingen landesweit 41.500 Menschen auf die Straßen, davon 5000 in Paris. Auch in Belgrad gingen gestern erneut Tausende Menschen auf die Straße, um gegen die Regierung des serbischen Präsidenten Aleksandar Vucic zu demonstrieren. Dort verlief der Protest nach Angaben der Polizei zunächst überwiegend friedlich. 26 Menschen wurden demnach kurzzeitig festgenommen. In Paris, Lyon und Bordeaux setzten die Behörden am Samstag Tränengas ein, nachdem sie von Demonstranten angegriffen und Mülltonnen in Brand gesetzt worden waren. Auch hier blieb es Berichten zufolge weitgehend friedlich, am Nachmittag kam es jedoch mancherorts zu Zusammenstössen mit der Polizei. In Toulouse versuchten Demonstranten dem TV-Sender BMF zudem, ein Lager des Online-Händlers Amazon zu blockieren. Die Demonstranten versperrten demnach mit Lastwagen zeitweilig die Zufahrt zu dem Warenlager. Seit Mitte November 2018 demonstrieren die Anhänger der Bewegung gegen die Politik von Präsident Emmanuel Macron.

Ursprünglich hatte sich die Wut an geplanten Steuererhöhungen auf Treibstoffe entzündet. Ein weiteres Konfliktthema ist die als zu niedrig empfundene Kaufkraft.

Viele "Gelbwesten" werfen dem Staatschef eine Politik für die Reichen und die Missachtung der sozial Schwächeren vor. Während diese Zugeständnisse vielen "Gelbwesten" nicht reichen, macht sich drei Monate nach Beginn der Bewegung eine gewisse Müdigkeit breit.

Immer wieder kam es bei den Protesten in den vergangenen Monaten zu Ausschreitungen und Gewalt. offiziellen Angaben zufolge sanken die Teilnehmerzahlen jedoch zuletzt.

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