Honda schließt offenbar Fabrik mit 3500 Mitarbeitern im englischen Swindon

Honda schließt offenbar Fabrik mit 3500 Mitarbeitern im englischen Swindon

Das gab der Konzern am Dienstag bekannt und bestätigte damit einen TV-Bericht von Montagabend. Grund sei aber nicht der Ausstieg des Landes aus der EU.

Honda will in Südengland eine Fabrik mit 3500 Beschäftigten schliessen.

Der japanische Autohersteller Honda, der 3.500 Mitarbeiter in seinem Werk in Swindon, England, beschäftigt, will den Standort bis 2021 schließen.

▶ Diese Veränderungen in der Autoindustrie haben zu der Entscheidung geführt︎: globale Handelsstreitigkeiten, gesunkene Diesel-Nachfrage und schärfere Abgas-Grenzwerte, die den Konzernen zu schaffen machen. "Und wir bedauern zutiefst, wie erschütternd die heutige Ankündigung für unsere Leute sein wird". Die Entscheidung sei verheerend für Swindon und das ganze Land. Konzerne wie Honda werden davon profitieren, da die Zölle von 10 Prozent auf Autos, die aus Japan importiert werden, ab dem Jahr 2027 entfallen werden.

Die britische Regierung verhandelt mit Tokio, um ein eigenes Freihandelsabkommen zu erreichen. Tokio habe kurzzeitig sogar überlegt, Gespräche über ein Handelsabkommen mit Grossbritannien offiziell abzusagen. Honda begann dort im Jahr 1989 zunächst mit der Fertigung von Motoren. Wenige Wochen vor dem am 29. März anstehenden EU-Austritt Großbritanniens (Brexit) hatte Nissan mitgeteilt, die nächste Generation seines SUV-Modells X-Trail für den europäischen Markt werde in Japan statt in England gebaut.

Großbritanniens Wirtschaftsminister Greg Clark kommentierte die geplante Schließung als "niederschmetternd", auch wenn die Entscheidung nichts mit dem Brexit zu tun habe. 150.000 Autos werden dort jährlich produziert. Laut Sky News will Honda an seinem europäischen Hauptsitz im nahegelegenen Bracknell festhalten. Zuvor hatte der europäische Flugzeug- und Rüstungskonzern Airbus "sehr schmerzhafte" Entscheidungen für den Fall eines britischen EU-Austritts ohne Abkommen angekündigt. Nach wie vor ist unklar, ob die Trennung chaotisch erfolgen wird oder ob es in Grossbritannien doch noch eine parlamentarische Mehrheit für einen Austrittsvertrag mit der EU geben wird. Der japanische Elektronikriese Sony will seinen Europasitz aus Sorge vor den Konsequenzen eines harten Brexit von Grossbritannien in die Niederlande verlegen.

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