Veto von Russland und China gegen Venezuela-Resolution der USA

Venezuelas Außenminister nimmt US-Politik Guaidó und UN-Vertreter auseinander

Im UN-Sicherheitsrat haben Russland und China ihr Veto gegen eine von den USA vorgelegte Resolution zu Venezuela eingelegt. Auch Südafrika stimmte gegen die Resolution, drei Staaten enthielten sich. Moskau hat einen eigenen Resolutionsentwurf zur Abstimmung vorgelegt.

Deutschland und die vier anderen europäischen Ratsmitglieder sowie die USA und Peru stimmten mit Nein. Darin waren Drohungen mit einer Militärintervention in Venezuela zurückgewiesen worden. Zudem wurde in dem Text betont, dass für internationale Hilfslieferungen die venezolanische Regierung zuständig sei.

Der selbsternannte Interimspräsident Juan Guiado hatte versucht, die US-Hilfslieferungen von Kolumbien über die Grenze nach Venezuela zu bringen. An der Grenze zu Brasilien wurden vier Menschen bei Zusammenstößen mit Sicherheitskräften getötet. Auch an der Grenze zu Kolumbien gab es Gewalt, hunderte Menschen wurden verletzt.

Die amerikanische Regierung hat sich im venezolanischen Machtkampf auf die Seite des Oppositionschefs Guaidó gestellt und diesen - ebenso wie rund 50 weitere Länder - als Staatschef anerkannt.

Guaidó wirbt derzeit in der Region um Unterstützung. Zur Zeit hält er sich in Brasilien auf und traf dort auch mit Präsident Jair Bolsonaro. Am Freitag wird Guaidó in Paraguay erwartet.

Der Oppositionsführer bekräftigte in Brasília seinen Willen zu einer baldigen Rückkehr in sein Heimatland. Er werde "trotz der Drohungen" gegen ihn und seine Familie "spätestens am Montag" nach Caracas reisen, sagte er. Die Ankündigung der Maduro-Regierung, ihn festnehmen zu lassen, werde ihn davon nicht abhalten. Trotz eines Verbots war Guaidó zunächst ins benachbarte Kolumbien gereist. Der Oppositionsführer will den linksnationalistische Staatschef aus dem Amt drängen und Neuwahlen organisieren.

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