Auto: VDA rechnet mit sinkender Autoproduktion in Deutschland

Volkswagen

Im laufenden Jahr erwartet der Duisburger Professor für Automobilwirtschaft einen weiteren Rückgang, ebenso wie in den USA. Das Angebot deutscher Hersteller werde sich in dieser Zeit auf 100 E-Modelle verdreifachen.

Das Problem: Die Gewinnmarge ist bei Hybrid- und E-Autos geringer als bei Diesel-Fahrzeugen und Benzinern. Aber wegen der Dieselkrise und der steigenden Kohlendioxid-Grenzwerte zum Klimaschutz müssten jetzt alle Hersteller "mit Volldampf ins Elektrozeitalter fahren, auch das ist die Botschaft von Genf", sagte Dudenhöffer.

Nach einer Umfrage der Unternehmensberatung PwC sehen deutsche Automanager die Dieselkrise, strengere Klimaschutzvorgaben und den Wandel zum Elektroauto als größte Herausforderungen an. VW musste im Februar wie schon im Vormonat Abstriche machen. Zwischen 70 und 75 Prozent der 203 befragten Führungskräften sagten, diese Themen hätten für ihre Unternehmen im laufenden Jahr die größten Auswirkungen. "Der Zollstreit zwischen den USA und Europa, der die deutsche Automobilindustrie hart treffen könnte, spitzt sich weiter zu". Hintergrund sind die abflauende Konjunktur, Handels- und Zollrisiken, aber auch der Aufbau und Ausbau von Werken in den Vereinigten Staaten, Mexiko und China. Die Kontroverse zwischen den beiden größten Volkswirtschaften USA und China trage zu einer Verschlechterung des globalen Wirtschaftsklimas bei. Voraussetzung sei allerdings, dass die handels- und wirtschaftspolitischen Konflikte um den Brexit und zwischen der EU, den USA und China konstruktiv gelöst würden. Dudenhöffer ist weniger optimistisch und rechnet weltweit mit einem Rückgang um 1,8 Millionen auf unter 82 Millionen Autos. Dort habe der Fahrzeugabsatz bereits einen Dämpfer erlitten, sagte der VW-Chef weiter. Mal steigen wir dafür ins Auto, mal bringt uns die Straßenbahn schneller ans Ziel. Die Auslandsproduktion dagegen werde aller Voraussicht nach um drei Prozent zulegen auf 11,6 Millionen Autos. In den USA habe VW durch geplante Investitionen in sein Werk in Chattanooga, eine Allianz mit Ford zum Bau von Pick-ups und leichten Nutzfahrzeugen sowie durch Kooperation mit Microsoft bei der Software-Entwicklung "deutlich gemacht, dass wir auf dem US-Markt dazu beitragen wollen, Arbeitsplätze zu schaffen und die lokale Produktion zu stärken". Mit 21 660 Pkw der Marke Mercedes-Benz wurden 12,5 Prozent weniger als im Vorjahresmonat abgesetzt. Die Beschäftigung bei den deutschen Autobauern dürfte 2019 aber stabil bleiben. "Das ist der höchste Beschäftigungsstand seit der Wiedervereinigung", sagte Mattes.

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