EU-Kommission verhängt Millionenstrafe gegen Autozulieferer

Das Steuerungsteil eines Airbags- einige Autobauer mussten dafür jahrelang zu viel bezahlen

Nun ahndet die EU-Kommission dieses Gebaren.

Erneut haben die EU-Wettbewerbshüter hohe Bußgelder gegen Autozulieferer verhängt.

Wegen verbotener Absprachen haben die EU-Wettbewerbshüter Millionenstrafen gegen Automobilzulieferer verhängt. Die Unternehmen Takata aus Japan, Autoliv aus Schweden sowie das inzwischen vom deutschen ZF-Konzern aufgekaufte US-Unternehmen TRW hätten zwei Kartelle gebildet, um sich bei Sicherheitsgurten, Airbags oder Lenkrädern abzusprechen, teilten die EU-Wettbewerbshüter mit.

Sie hätten sich bei der Lieferung von Lenkrädern, Sicherheitsgurten und Airbags an Volkswagen und BMW abgestimmt, um ihre Gewinne zu steigern. Sie hätten EU-Verbrauchern geschadet und sich negativ auf die Wettbewerbsfähigkeit der Automobilindustrie ausgewirkt.

Dem japanischen Airbag-Hersteller Takata sei eine Geldbuße erlassen worden, weil er die Kommission als Kronzeuge über die Kartelle unterrichtet habe.

Nach Angaben der EU-Kommission fanden die Preisabsprachen unter anderem in Hotelzimmern und Restaurants statt und wurden über E-Mails und Telefonate abgewickelt. So muss TRW 188,9 Millionen Euro zahlen und Autoliv 179,4 Millionen Euro. Allein ZF, das TRW im Jahr 2015 übernommen hatte, wird mit rund 189 Millionen Euro zur Kasse gebeten. Er wäre sonst mit einer Geldbuße von 195 Millionen Euro belegt worden. Takata war nach zahlreichen Rückrufaktionen 2017 pleite gegangen.

Die Unternehmen haben laut der Brüsseler Behörde die Absprachen eingeräumt und sich zur Zahlung der Strafe bereit erklärt.

Die Kommission war in den vergangenen Jahren mehrfach gegen Absprachen bei Autozulieferern vorgegangen. Insgesamt betragen die verhängten Geldstrafen in dem Sektor jetzt insgesamt 2,15 Milliarden Euro.

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