EZB: 0,0 Prozent: Leitzins wird das ganze Jahr im Keller bleiben

European Central Bank President Mario Draghi arrives to a meeting of Eurogroup Finance Ministers at the European Council headquarters in Brussels Monday Feb. 11 2019

Sparer müssen länger auf eine Zinserhöhung warten - und den Banken bietet die EZB neue Geldspritzen an: Europas Währungshüter reagieren überraschend deutlich auf gestiegene Risiken für die Konjunktur.

Bemerkenswert ist der Zusatz, dass die Leitzinsen "mindestens 2019" unverändert bleiben sollen, bisher war ein Zinsschritt im Herbst des Jahres nicht ausgeschlossen worden. Die Wirtschaft im Euroraum werde vor allem durch externe Faktoren belastet.

EZB-Chefvolkswirt Peter Praet warnte unlängst sogar vor einer möglichen Abwärtsspirale. Die nun prognostizierten 1,1 Prozent Wachstum für die Eurozone liegen 0,6 Prozentpunkte unter dem, was die Notenbanker noch im Dezember für 2019 erwarteten. Im November war die OECD noch von einem Plus von 1,8 Prozent ausgegangen. Leicht niedriger als bislang fallen auch ihre Prognosen für 2020 (1,6 Prozent) und 2021 (1,5 Prozent aus). Draghi betonte zugleich: "Die Wirtschaft wächst weiter".

Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) senkte ihre Wachstumsprognose für den Euroraum jüngst deutlich.

Eine erste Serie großer Geldspritzen hatte die Notenbank im Juni 2014 beschlossen, eine zweite im März 2016. Banken in Italien, Spanien und Frankreich griffen verstärkt zu: Auf italienische Geldhäuser entfielen zuletzt noch ausstehende Langfristkredite in Höhe von annähernd 240 Milliarden Euro. Für dieses Jahr erwartet die EZB eine Teuerung von lediglich 1,2 Prozent. Sparbuch und Co. werfen kaum noch etwas ab. Dieser Wert gilt als weit genug entfernt von der Nullmarke. Bei höheren Verbraucherpreisen verlieren Sparer unter dem Strich aber Geld. Seit Beginn der Anleihenkäufe im März 2015 bis Ende 2018 hat die EZB Wertpapiere im Volumen von rund 2,6 Billionen Euro erworben.

An der Ratssitzung wollte nach Angaben der lettischen Zentralbank auch der Notenbankchef des Euro-Landes, Ilmars Rimsevics, teilnehmen. Der Europäische Gerichtshof hatte das von der lettischen Justiz verhängte Amtsausübungsverbot widerrufen.

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