Österreich nimmt bei erster 5G-Aktion 188 Mio Euro ein

In Österreich ging es in der ersten Runde um Frequenzen in Ballungsräumen

In die Staatskasse flossen dadurch knapp 188 Millionen Euro, wie der Telekomregulator RTR mitteilte. Die Frequenzen für eine österreichweite Abdeckung werden erst 2020 vergeben.

Die mehrheitlich zum mexikanischen Mobilfunkkonzern America Movil gehörende Telekom Austria gab dafür 64 Millionen Euro aus, T-Mobile 57 Millionen Euro und Drei 52 Millionen Euro. Die restlichen rund 14,5 Millionen Euro investieren die Spusu-Muttergesellschaft MASS Response, LIWEST, Salburg AG und Holding Graz für die Errichtung von regionalen 5G-Netzen in Niederösterreich, Burgenland, Oberösterreich, Salzburg und der Steiermark.

Die Auktion fiel für die Branche damit deutlich günstiger aus als jene für die Vorgängertechnologie LTE (4G) im Jahr 2013.

Österreich hat die ersten Frequenzen für den Mobilfunkstandard 5G versteigert und deutlich mehr eingenommen als erwartet.

Ähnlich wie die Bundesnetzagentur in Deutschland setzt auch die RTR voraus, dass die Frequenz-Gewinner ihre 5G-Netze unter Auflagen aufbauen. "Wir haben sehr viel Spektrum zur Verfügung gehabt, mehr als viele andere Länder und können deswegen sagen, dass wir in der Spitzengruppe in Europa mitmischen", sagte RTR-Chef Johannes Gungl. Außerdem kamen vier regionale Anbieter zum Zug. "Im Gegensatz zu früheren Ausschreibungen lag der Fokus dieser Auktion auf Qualität und Ausrollung und nicht auf Erlösmaximierung für das Staatsbudget", sagte Wirtschaftsministerin Margarete Schramböck.

Der Chef der teilstaatlichen Telekom Austria, Thomas Arnoldner, sagte, es sei eine "langfristige Investition in unser Mobilfunknetz".

Die Lizenzen sind mit Versorgungsauflagen verbunden, ab 31. Dezember 2020 müssen 989 Funkstationen in Betrieb sein, ab 30. Juni 2022 müssen es 3.264 sein. Der Erlös liegt somit deutlich über den von der österreichischen Regierung budgetierten 50 Millionen Euro. Meist handelt es sich dabei um die Umrüstung bestehender Sendemasten. Das Pionierband von 3,4 bis 3,8 Gigahertz lasse zwar hohe Bandbreiten zu, damit sei es gut geeignet für hohe Geschwindigkeiten in Ballungszentren.

Nächstes Jahr werden in einer Multiband-Auktion auch Bänder (700, 1.500 und 2.100 Megahertz) versteigert, die eine großflächigere Versorgung ermöglichen. Auch müssen keine Unterbrechungen während der Übertragung befürchtet werden. Das sind Bedingungen, die auch für künftige Schlüsseltechnologien nötig sind - etwa das autonome Fahren, virtuelle Realität und Industrie 4.0. Euro eingesammelt. Italien hatte im Oktober sogar 6,6 Mrd. Franken (335 Mio. Euro) in die Staatskassa.

In Deutschland wird die Auktion von 5G-Frequenzen am 19. März starten.

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