Merck entschlossen zu Übernahme von Versum

Der Darmstädter Merck Konzern will mit einer Milliardenübernahme seine Materialsparte stärken. Der Halbleiterzulieferer Versum sträubt sich jedoch

Die erhofften Zuwächse in diesem Jahr sollen von den Sparten Labor und Pharma getragen werden. Die Aktionäre sollen eine konstante Dividende von 1,25 Euro je Aktien erhalten. Der Konzern hatte abermals mit asiatischer Konkurrenz im Geschäft mit Flüssigkristallen zu kämpfen, die etwa in Smartphone- und TV-Displays zum Einsatz kommen.

Der Verkauf des Geschäfts mit rezeptfreien Arzneien an den Konsumgüterriesen Procter & Gamble hat Merck einen Ergebnissprung beschert.

Die Erlöse kletterten dank eines starken Schlussquartals auf Jahressicht leicht von 14,5 Milliarden Euro im Vorjahr auf 14,84 Milliarden Euro. Dazu hatten die Hessen erst kürzlich völlig überraschend ein Übernahmeangebot von umgerechnet 5,2 Milliarden Euro für den US-Halbleiterzulieferer Versum Materials abgegeben. Als Antwort warb Merck zuletzt bei den Versum-Aktionären für den Deal. Versum hatte sich jedoch schon im Januar mit Entegris auf eine Fusion per Aktientausch geeinigt und wies das Angebot von Merck ab.

Der Darmstädter Merck Konzern will mit einer Milliardenübernahme seine Materialsparte stärken. Der Halbleiterzulieferer Versum sträubt sich jedoch

"Übergangsjahr 2018" im laufenden Geschäftsjahr wieder vorankommen.

Im Tagesgeschäft will Merck nach einem schwierigen Jahr 2018 zu Wachstum zurückkehren. Die Umsätze mit den beiden wichtigsten neuen Mitteln, dem Krebsmedikament Bavencio und Mavenclad bei Multipler Sklerose (MS), erhöhten sich deutlich, bleiben aber weiterhin im niedrigen zweistelligen Millionenbereich. Negative Wechselkurseffekte, vor allem die starke Abwertung lateinamerikanischer Währungen gegenüber dem Euro, dürften diese Entwicklung aber belasten. Merck profitierte erneut von guten Geschäften seiner Laborsparte mit Produkten für die Pharmaforschung. Auch bei Medikamenten etwa gegen Unfruchtbarkeit und Diabetes lief es rund. Bei organischen Oled-Leuchtdioden stieg zwar die Nachfrage, die schwache Autokonjunktur bremste aber das Geschäft mit Pigmenten für Lacke.

Schlechter lief es in der Spezialchemie, die Merck mit Versum stärker auf Halbleiter für die Elektronikindustrie ausrichten will.

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