Venezuela-Krise: 15 Dialyse-Patienten starben während Stromausfalls

Oppositionsführer Guaidó in Caracas

Zuletzt legte der massive Stromausfall weite Teile des Landes lahm. Die Regierung des umstrittenen Staatschefs Nicolás Maduro sprach von einem "Sabotage"-Akt gegen das größte Wasserkraftwerk des Landes, Guri". Er kündigte an, der Uno "Beweise" für eine Verstrickung der USA vorzulegen.

Die Regierung machte einen von den USA geplanten Cyberangriff auf die Energieversorgung des Landes für den Stromausfall verantwortlich. Das Regime wird versuchen, uns zu spalten.

Der massive Stromausfall in Venezuela ist nach Angaben der Regierung von Staatschef Nicolás Maduro durch einen Cyberangriff ausgelöst worden. Es kann sich in der Folge des Blackout um eine Panne aufgrund des desolaten Zustands der Infrastruktur handeln, wie das die Opposition behauptet, aber auch um einen Anschlag oder eine Sabotage, um die Regierung von Maduro zu schwächen.

In einem Kinderspital verschafften sich Angestellte nachts wenigstens mit ihren Handys etwas Licht. Aufgrund des Stromausfalls hätten die Nierenpatienten sich nicht einer Dialyse unterziehen können.

Vor dem grössten Leichenschauhaus in Caracas hing fauliger Verwesungsgeruch in der Luft, weil die Kühlanlagen versagten. Menschen warteten draussen, um die sterblichen Überreste ihrer Angehörigen entgegennehmen und beerdigen zu können.

Auf dem internationalen Flughafen von Caracas warteten hunderte Menschen, darunter viele mit kleinen Kindern, auf eine Wiederaufnahme des Flugbetriebs.

Guaidó twitterte: "Chaos, Unruhe, Empörung". Die Panne zeige "die Unfähigkeit des Usurpators" - die Bezeichnung, die er für Maduro verwendet. Er bekräftigte seinen Aufruf zu Massenprotesten am Samstag.

Guaido wandte sich mit einem Video auf Twitter an seine Unterstützer. "Wir werden uns nie ergeben!" schrieb der Staatschef auf Twitter. "Jetzt kein Strom. Bald kein Maduro mehr". Medienberichten zufolge waren 23 der 24 Bundesstaaten des südamerikanischen Krisenstaates von dem Stromausfall betroffen. Am Freitagabend (Ortszeit) wurde die Elektrizitätsversorgung in einigen Regionen zwar wiederhergestellt, andere Landesteile blieben aber weiterhin ohne Strom. Eine weitere Attacke am Samstag habe die Bemühungen "zunichte gemacht", die Stromversorgung wieder in Gang zu setzen, sagte Maduro in Caracas. Vielerorts fiel der Strom kurz darauf erneut aus. Maduro wirft den Vereinigten Staaten vor, einen "Stromkrieg" gegen sein Land zu führen.

Telefon- und Internetverbindungen waren gekappt. Die Hyperinflation hat die Landeswährung Bolívar praktisch entwertet und das Bargeldgeschäft erliegen lassen.

Das ecuadorianische Außenministerium erklärte, infolge des Stromausfalls seien bereits 79 Venezolaner gestorben. "Die Eroberung der Räume wird friedlich, verfassungsgemäß und geordnet sein", schreibt er auf Twitter.

Venezuelas selbsternannter Interimspräsident Juan Guaidó plant einen Marsch auf die Hauptstadt, um Staatschef Maduro unter Druck zu setzen.

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