Schnelles Internet: Nur jeder Achte hat es wie im Vertrag bestellt

Eine Grafik aus der Studie

Dies stellte die Bundesnetzagentur in einem neuen Tempobericht fest.

Das geht aus dem jährlichen Bericht zur Breitbandmessung der Bundesnetzagentur hervor. "Obwohl die Ergebnisse bei einzelnen Bandbreiten und zwischen den Anbietern unterschiedlich ausfallen, zeigen sie, dass es nach wie vor Handlungsbedarf bei den Breitbandanbietern gibt". Nur rund 12 Prozent der Nutzer bekommen im Festnetz die volle vereinbarte maximale Datenübertragungsrate. 12,8 Prozent der Nutzer erreichten diese voll, oder sie lagen sogar noch darüber. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum änderten sich die Werte kaum.

Der niedrigste Wert wurde - wenig überraschend - weiter im überwiegend von ADSL-Anschlüssen geprägten Bereich von 8 bis unter 18 MBit/s erzielt. Entsprechend rückläufig entwickelte sich die Zufriedenheit der Kundschaft. Der Anteil derjenigen, die die Leistung ihres Anbieters mit "sehr gut", "gut" oder "zufriedenstellend" bewerteten, fiel - von 64,2 auf 62 Prozent.

Bei den mobilen Breitbandanschlüssen war das Ergebnis erneut noch schlechter als beim Festnetz.

Und auch im Mobilfunk ist die Diskrepanz zwischen vertraglich zugesicherter Geschwindigkeit und der Realität groß: Nur 1,5 Prozent der Kunden erreichen beim Surfen mit dem Handy die geschätzte maximale Datenrate und lediglich 16,1 Prozent (jeder Sechste) erhalten mindestens die Hälfte der Bandbreite. Auch hier waren die Werte im Zeitvergleich weiterhin rückläufig.

Die Bundesnetzagentur wies darauf hin, dass die Messungen keine Rückschlüsse auf Breitbandversorgung zuließen. Vielmehr hänge das Ergebnis davon ab, welchen Tarif der Nutzer mit dem Anbieter vereinbart hat.

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