Airline-Bilanz: Lufthansa macht vier Prozent weniger Gewinn

Bei der Lufthansa kam es im Sommer ebenso wie bei anderen Airlines in Europa zu massiven Störungen

Das teilte der Konzern am Donnerstag in Frankfurt mit. Das Konzernergebnis schrumpfte zwar um acht Prozent auf 2,1 Milliarden Euro, dennoch soll die Dividende stabil bleiben bei 80 Cent je Aktie. Die Kosten für Entschädigungen an Kunden schnellen in die Höhe.

"2018 war erneut ein finanziell erfolgreiches Jahr für uns. Wir haben das zweitbeste Ergebnis der Unternehmensgeschichte erzielt", resümierte der Vorstandsvorsitzende des Konzerns Carsten Spohr.

So kostete die Übernahme und Integration von 77 Ex-Air-Berlin-Flugzeugen 170 Millionen Euro.

Letztere stiegen um 70 Prozent auf 518 Millionen Euro. Rund zwei Drittel mehr als im Vorjahr, wie die Lufthansa Group mitteilte. Unter den Netzwerkairlines konnte Swiss mit elf Prozent das Größte Gewinn-Wachstum ausweisen.

Finanzkennzahlen der Lufthansa Group 2018 (in Millionen Euro, Vergleich zu 2017, Quelle: Lufthansa Group). Das neue Margenziel läuft für 2019 auf einen operativen Gewinn von etwa 2,4 bis 3,0 Milliarden Euro hinaus. Austrian Airlines steuerte lediglich 83 Millionen Euro Gewinn bei - ein Minus von elf Prozent.

Die Logistik-Sparte mit Lufthansa Cargo hat ihr Rekordergebnis aus dem Vorjahr noch einmal um zwei Prozent auf 268 Millionen Euro verbessert.

Doch die gestiegenen Kerosinpreise dürften im laufenden Jahr noch stärker auf das Ergebnis drücken. Spohr hielt sich bei der Gewinnprognose für 2019 eine große Spanne offen.

Beim Umsatz erwarte man im laufenden Jahr ein Wachstum zwischen vier und sechs Prozent. Das wäre eher weniger als 2018, wo diese sogenannte bereinigte Ebit-Marge bei 7,9 Prozent lag. Das belastet den Betriebsgewinn, der unter dem Rekordniveau vom Vorjahr bleibt.

Spohr ist vom Eurowings-Konzept neben der Premiummarke Lufthansa trotz der Verluste 2018 überzeugt. Tickets für neun Euro anzubieten ist "ökologischer und ökonomischer Wahnsinn", so der Lufthansa-Chef. "Wir beginnen bei 35 Euro". Bei den Treibstoffkosten erwartet der Konzern einen weiteren Anstieg um 650 Millionen Euro und damit wieder weniger als zu Jahresbeginn geschätzt. Noch im Januar hatte der Konzern mit einem deutlich geringeren Anstieg auf 6,3 Milliarden Euro gerechnet. Spohr halbierte die Wachstumspläne beim Flugangebot für den Sommer.

Für das laufende Geschäftsjahr strebe man noch ein Plus von gut drei Prozent an.

Bei der Lufthansa kam es im Sommer ebenso wie bei anderen Airlines in Europa zu erheblichen Störungen.

Auf welche Weise Eurowings weiter wächst, macht der Lufthansa-Chef auch von der Zukunft des Ferienfliegers Condor abhängig. Der Touristikkonzern Thomas Cook Börsen-Chart zeigen (Neckermann Reisen) hat seine Fluggesellschaften, zu denen auch die deutsche Condor gehört, kürzlich zum Verkauf gestellt. In der Lufthansa-Gruppe werde es keine Einstiegsflugpreise unter 35 Euro geben, betonte Spohr. Allerdings müssten die Wettbewerbsbehörden zustimmen, sagte Spohr. Die "10 bis 12" Langstreckenjets der Condor könnten da eine Rolle spielen. Zum Angebot in München, wo bereits seit vergangenem Sommer einzelne Langstreckendestinationen mit Eurowings bedient werden, soll ab Herbst ein täglicher Flug nach Bangkok hinzukommen.

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