Spotify vs. Apple: Beschwerde bei EU-Kommission

So viel zahlende Kunden hat Spotify

Doch sind die Kalifornier trickreich dabei, Apple-Kunden das Nutzen von Marktführer Spotify zu erschweren.

Apple hat sich nun zu diesem Vorfall geäußert und geht speziell auf ein paar von Spotify vorgebrachte Punkte ein. So habe Apple regelmässig App-Updates blockiert und Spotify von firmeneigenen Produkten wie der Assistenzsoftware Siri, dem vernetzten Lautsprecher HomePod und der Computer-Uhr Apple Watch ferngehalten. Es habe bisher fast 200 App-Updates für die Spotify-App gegeben, die am Ende dazu führten, dass die App von Spotify mehr als 300 Millionen Mal aus dem App Store heruntergeladen worden sei. Anpassungen wurden nur dann von Spotify verlangt, wenn gegen Richtlinien verstoßen wurde, wie bei jedem anderen Entwickler auch.

Nach Aussage von Spotify seien anderen Unternehmen im Bereich Musiktstreaming ebenso frustriert. Als die App im September 2018 eingereicht wurde, wurde sie ganz normal freigeben, ohne Verzögerungen oder andere Hindernisse. Ziel sei es, neben Künstlern, Musikern und Songwritern auch den App Store auszuquetschen.

Da Apple sowohl sowohl iOS als auch den App Store kontrolliere, habe das Unternehmen Verfügungsgewalt über das Angebot aller dort vertreten Drittanbieter. 30 Prozent der Einnahmen von Verkäufen und Abo-Diensten im ersten Jahr (ab dem zweiten Jahr 15 Prozent) abzugeben, empfindet Ek als deutlich zu hoch - zumal Apple mit dem eigenen Streamingdienst Apple Music einen Spotify-Konkurrenten im Programm habe, der naturgemäß nicht von den Store-Gebühren betroffen sei. Die Umsatzbeteiligung gibt es nur für Anbieter, die digitale Dienstleistungen anbieten, kritisiert Spotify. Lediglich beim Vertrieb der Abos über den AppStore wird eine Provision für Apple fällig, so wie es bei allen App-Verkäufen oder In-App-Purchases der Fall ist.

Apple nennt außerdem weitere Details, die Spotify weggelassen hat, die nach Apples Meinung aber durchaus ihren Platz verdient haben. So sei ein Großteil der Spotify-App-Nutzer in der Kategorie Free-Nutzer zu finden, die also keinerlei Geld für den App Store bringen.

Der Konflikt mit Apple mag für Spotify zwar belastend sein, jedoch gibt es für sie auch gute Nachrichten. Zusammen mit der Gratis-Version kam Spotify auf 207 Millionen Nutzer. Spotify möchte quasi die Vorteile einer kostenlosen App im App Store, ohne kostenlos zu sein.

So behauptet Spotify etwa, Opfer einer diskriminierenden App-Store-Steuer zu sein. Nun versuche Spotify, die Vorteile weiter auszunutzen, ohne für den Unterhalt der Plattform mit einstehen zu wollen.

In einer konzertierten Aktion veröffentlichte Daniel Ek heute einen Blogpost mit seiner Kritik an Apple, stellte die Website timetoplayfair.com mit Argumenten gegen das Verhalten von Apple ins Netz und schaltete Anzeigen gegen Apple, in der Spotify warnt, dass "die Nutzer verlieren, wenn ein Unternehmen Schiedsrichter und Spieler ist". Und Apple kann sich auch ein letzt Spitze an Spotify nicht verkneifen: Man sei stolz auf die Arbeit, die Spotify dazu verholfen hat, ein erfolgreiches Business mit Hunderten Millionen Nutzern aufzubauen und man wünscht weiterhin viel Erfolg - denn dafür habe man den App Store schließlich geschaffen.

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