Schüsse in Christchurch - Australiens Premier spricht von Terrorakt in Neuseeland

Moschee der Ditib in Köln-Ehrenfeld

Die neuseeländische Ministerpräsidentin Jacinda Ardern sprach von einem terroristischen Akt. Er drang während des Freitagsgebets in das Gotteshaus ein und schoss mit einer Schnellfeuerwaffe auf alle Menschen, die ihm begegneten. Das 17-minütige Video, wohl vom mutmaßlichen Attentäter selbst gefilmt, soll den Angriff auf die erste Moschee zeigen. Wieder wird auf Menschen geschossen, die sich in einer Ecke zusammenkauern, fasst das Portal heavydas verstörende Video zusammen. 48 Menschen mit Schusswunden würden derzeit in verschiedenen Krankenhäusern behandelt. Unter den Verletzten sind nach Worten des türkischen Außenministers Mevlüt Çavusoglu zwei türkische Staatsbürger. Nach Angaben des diplomatischen Vertreters Indiens werden neun Menschen mit indischer Staatsbürgerschaft oder indischer Abstammung vermisst. Zugleich bedankte er sich für die vielen Solidaritätsbekundungen der neuseeländischen Bevölkerung. Die anderen beiden Personen befinden sich nach Angaben von Premierministerin Ardern noch in Haft. Was ist geschehen, was wissen wir über den Attentäter?

Klar ist, dass der Anschlag während des Freitagsgebets auf zwei Moscheen verübt wurde.

Ein Angreifer stürmte gegen 13.45 Uhr Ortszeit (01.45 Uhr MEZ) in die Masjid Al Noor-Moschee an der Deans Avenue und eröffnete das Feuer. Trotzdem verbreitete sich das Video im Netz. Ein Video auf Twitter zeigte die Festnahme einer Person, die als Teil der Zelle eingestuft wurde. Ihr Inhalt erwies sich als harmlos. Laut Polizeisprecher Mike Bush drei verdächtige Männer und eine Frau. Ebenfalls unklar ist, ob die Moscheen gleichzeitig oder eine nach der anderen attackiert wurden.

Was ist über den oder die Angreifer bekannt?

Er sprach von einem "rechtsextremistischen gewalttätigen Terroristen". Der Name des Täters wurde jedoch noch nicht offiziell bekanntgegeben. Bei einem Täter handelt es sich um den in Australien geborenen Brenton Tarrant (28). Diese sollen bereits entschärft worden sein. Einer der Männer wurde später des Mordes beschuldigt. Premierministerin Jacinda Ardern spricht von einem der "dunkelsten Tage" in der Geschichte ihres Landes. Wegen der Gefahrensituation mussten alle Schüler in ihren Klassenräumen bleiben. Mehrere Menschen wurden getötet, eine genaue Zahl war zunächst nicht bekannt.

Tödliche Anschläge auf zwei Moscheen in Neuseeland haben weltweit für Entsetzen gesorgt. Es gibt jedoch Hinweise auf einen islam- und ausländerfeindlichen Hintergrund des Attentats. So tauchte ein offenbar vom mutmaßlichen Täter verfasstes Manifest auf Twitter auf.

Die Polizei nahm auch zwei andere Personen in Gewahrsam. In rechten Internetforen finden sich zahlreiche Lobpreisungen des Massenmords. Zudem war der Anschlag laut Polizei intensiv und von langer Hand vorbereitet. Für solch ein Verbrechen gebe es "keinen Platz in Neuseeland". Zu unübersichtlich ist die Lage. Die in Christchurch eingesetzten 1000 Polizisten sollten auf 2000 Sicherheitskräfte aufgestockt werden. Mazyek weiter: "Die Anschläge auf Moscheen auch in unserem Land machen das leider deutlich".

Berichten zufolge wurde ein Live-Stream vom Angriff auf YouTube hochgeladen. Der Mann trug bei der brutalen Attacke eine Helmkamera. Auf einem Video ist zu sehen, wie ihn Beamte aus seinem Auto zerren, einem weißen Geländewagen, und auf den Boden zwingen. Das bestätigte der bosnische Botschafter in Neuseeland, Mirza Hajric. Das Lied "Karadžić, führe deine Serben" kursiert im Internet seit einigen Jahren im Zusammenhang mit einem antimuslimischen Meme. Später teilte die Polizei, die Abriegelung der Schulen in ganz Christchurch sei aufgehoben worden. Die Behörden baten um Nichtverbreitung.

Tatsächlich wurde das Video des Hauptverdächtigen mehrfach in sozialen Netzwerken geteilt. Es ist auch eine Frage des Respekts gegenüber den Opfern, dass die Aufnahmen nicht zum globalen Gruselfilm avancieren.

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