Fall Rebecca: Schwager zwar freigelassen, aber weiterhin verdächtig

Fall Rebecca: Schwager zwar freigelassen, aber weiterhin verdächtig

Dennoch werde der Schwager von Rebecca weiterhin verdächtigt, für das Verschwinden des Mädchens verantwortlich zu sein.

Rebeccas Familie beteuert die Unschuld des Schwagers. Weil das Einsperren eines Menschen aber einen starken Eingriff in sein Grundrecht bedeute, sei das in diesem Fall angesichts der stagnierenden Ermittlungen "irgendwann nicht mehr vertretbar", so die Sprecherin. Daneben soll der Schwager widersprüchliche Aussagen gemacht haben. Aber: "Es hat sich nichts geändert, der Beschuldigte ist weiterhin der Schwager von Rebecca". Neue Erkenntnisse lägen "zum derzeitigen Zeitpunkt" aber nicht vor. "Entscheidender Punkt ist: Wir haben Rebecca bislang nicht gefunden".

Ja. Ob die Staatsanwaltschaft Anklage gegen einen Tatverdächtigen erhebt oder nicht, ist eine von einer möglichen Untersuchungshaft unabhängige Entscheidung. Wir haben mit dem Leiter Lars Bruhns über die Suche nach vermissten Kindern und den Fall Rebecca R. gesprochen. Zu der gegenüber einigen Medien überraschend auskunftsfreudigen Familie wollte Steltner sich nicht äußern: "Sie ist in einer extrem belastenden Situation". Sie kam danach nicht zur Schule. Der Wagen wurde nach dem Verschwinden von Rebecca und am Abend des nächsten Tages auf der Autobahn A 12 zwischen Berlin und Frankfurt (Oder) von Kameras erfasst. Für die Polizei war das ein wichtiges Indiz.

Zehn Tage nach ihrem Verschwinden hatte die Polizei den 27 Jahre alten Schwager von Rebecca erstmals als Verdächtigen festgenommen, schon einen Tag später aber wieder freigelassen. Auflagen, dass sich Florian R. regelmäßig bei der Polizei melden muss und er Berlin nicht verlassen darf, gibt es keine. Ein anderer Richter erließ daraufhin am 4. März einen Haftbefahl wegen Totschlags. Die Ermittler der Mordkommission nahmen den 27-Jährigen damals in den frühen Abendstunden an seinem Arbeitsplatz in Berlin fest. Ob der Einsatz mit Spürhunden im Bereich des Scharmützelsees in Brandenburg neue Ansatzpunkte brachte, konnte eine Polizeisprecherin zunächst nicht sagen. Vorausgegangen war eine sogenannte Haftbeschwerde der Rechtsanwältin des Schwagers gegen die Untersuchungshaft. Bereits mehrfach hatte die Polizei Waldstücke in Brandenburg und einen See nach Rebecca abgesucht - bislang ohne Ergebnis. Für das Wochenende habe die Mordkommission keine weitere Aktionen geplant - das könne sich aber ändern, falls es konkrete Hinweise gebe, hieß es weiter. Wolziger See nach Rebecca suchten. Andernfalls werde am Montagmorgen über das weitere Vorgehen entschieden.

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