Deutschland: Deutsche-Bank-Chef Sewing bekam 2018 sieben Millionen Euro

John Cryan früher Vorstandsvorsitzender der Deutschen Bank war der Topverdiener des Geldhauses im vergangenen Jahr

Cryan erhält demnach eine Abfindung von rund 8,7 Millionen Euro - und 2,2 Millionen dafür, dass er nicht sofort zur Konkurrenz geht. Im Jahr zuvor hatten sie noch 2,3 Milliarden Euro erhalten. Der Unterschied von fast 26 Millionen Euro ergibt sich zum einen aus der variablen Vergütung, zum anderen dadurch, dass im Jahr 2018 zahlreiche Wechsel im Vorstand stattfanden und Ex-Mitglieder des Leitungsgremiums noch Geld bekamen. 2018 hat der Finanzkonzern einen Gewinn von 341 Millionen Euro eingefahren, im Jahr zuvor hatte ein Verlust von 735 Millionen Euro zu Buche gestanden. Sewing will daher weiter Personal abbauen. Die Zahl der Einkommensmillionäre bei der Deutschen Bank sank 2018 auf 643 von 705 im Jahr zuvor. Diese Position nimmt der stellvertretende Vorstandschef und Leiter der Unternehmens- und Investmentbank, Garth Ritchie, ein. Insgesamt bekamen die Vorstände zusammen 55,7 Millionen Euro von ihrem Arbeitgeber überwiesen, nachdem das oberste Führungsgremium drei Jahre lang keinen Bonus erhalten hatte.

Cryan war von Mitte 2015 bis zum 8. April 2018 an der Spitze der Deutschen Bank - zu Beginn noch mit Jürgen Fitschen zusammen und ab Mai 2016 alleine. "Wir haben eine klare Strategie".

Die beiden Banken hatten am Sonntag bekanntgegeben, in Gesprächen über einen Zusammenschluss zu stehen. Die Gewerkschaft Verdi erklärte, sie lehne eine Fusion ab - akut wären durch den Zusammenschluss 10.000, "auf lange Sicht bis zu 30.000 Arbeitsplätze vor allem in Deutschland gefährdet", sagte Jan Duscheck von Verdi dem Sender n-tv. Die frühere IT-Chefin Kim Hammonds etwa erhielt eine Abfindung von 3,3 Millionen Euro und eine Zahlung von 1,6 Millionen Euro wegen des nachvertraglichen Wettbewerbsverbots. Damit summiert sich Cryans Bezahlung, die zum Teil aber erst in den kommenden Jahren ausgeschüttet wird, auf insgesamt 12,8 Millionen Euro. Richie hat für 2018 dem Geschäftsbericht zufolge 8,6 Millionen Euro kassiert und damit mehr als doppelt so viel Geld wie im Vorjahr. Das geht aus dem veröffentlichten Geschäftsbericht des größten deutschen Geldhauses hervor. "Im historischen Vergleich bleibt die Marktaktivität aber relativ gering".

Die Bank kämpft zudem weiter vor allem mit schwachen Erträgen an den Kapitalmärkten und zu hohen Kosten.

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