Frankreich - "Gelbwesten"-Proteste verboten"

Demonstranten im Polizei-Kessel

Auch nach dem Demonstrationsverbot für die Pariser Prachtstraße Champs-Élysées sind in Frankreich wieder Tausende "Gelbwesten" auf die Straße gegangen.

Bei Protesten am vergangenen Samstag war es zu schweren Krawallen gekommen.

Schwere Krawalle wie am vergangenen Wochenende blieben aus. Eine große Mehrheit der Franzosen (76 Prozent) hat einer aktuellen Umfrage zufolge kein Vertrauen in den Minister, wenn es darum geht, die öffentliche Ordnung wiederherzustellen und Gewaltausschreitungen künftig zu verhindern. Wie der Radionachrichtensender "Franceinfo" am Samstag berichtete, wurden allein in der Hauptstadt 31 Menschen vorläufig festgenommen.

In Paris zogen Demonstranten in Richtung der Kirche Sacre-Coeur im Touristenviertel Montmartre.

Am vorigen Samstag wurden mindestens 60 Menschen - darunter 17 Polizisten - verletzt, als Demonstranten unter anderem Geschäfte auf dem Prachtboulevard Champs-Élysées zerschlagen und in Brand gesetzt haben.

Die Sicherheitskräfte waren massiv präsent, um das Verbot durchzusetzen.

Am Triumphbogen am oberen Ende der Champs-Elysées standen dutzende Polizeifahrzeuge, darunter auch gepanzerte Fahrzeuge und Wasserwerfer.

Erstmals wurden auch Soldaten der Anti-Terror-Mission "Sentinelle" eingesetzt, um Gebäude und Plätze zu schützen und die Polizei zu entlasten.

Verkündet hat dies der neue Polizeipräsident von Paris – Macron hatte nämlich den alten am Montag entlassen.

Die Regierung von Premier Édouard Philippe hatte Lallements Vorgänger Michel Delpuech erst vor wenigen Tagen gefeuert.

Verteidigungsministerin Florence Parly versicherte zwar, dass sich die Soldaten nicht unter die Demonstranten mischen würden, dennoch wurde das Vorhaben parteiübergreifend kritisiert. Castaner äußerte sich nach dem landesweiten Einsatz von rund 65.000 Sicherheitskräften zufrieden: "Die Anweisungen wurden gut angewendet".

Demonstrationsverbote gab es auch in Toulouse, Bordeaux, Dijon, Rennes und in Nizza. Staatschef Emmanuel Macron will heute in der Nähe von Nizza seinen chinesischen Amtskollegen Xi Jinping zu einem privaten Abendessen treffen.

Es ist bereits das 19. Wochenende in Folge, an dem die Bewegung gegen die Reformpolitik der Mitte-Regierung von PräsidentMacron protestiert. Ihr Ärger hatte sich an der geplanten Erhöhung der Spritpreise entzündet, wurde dann aber viel weitgehender. Einige der Demonstranten fordern explizit den Rücktritt Macrons.

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