Mueller-Bericht: Keine Hinweise auf Absprachen mit Moskau

In Washington sind nun die Abgeordneten im Kongress am Wort

Man erwarte, dass der Prozess nun seinen Gang nehme. Aber wer auf einen Paukenschlag gehofft hatte, wurde zumindest vorerst enttäuscht. Die Demokraten treiben mit ihrer neuen Mehrheit im Repräsentantenhaus bereits Untersuchungen zu Trump und seinem Umfeld voran, die die Grundlage für die Einleitung eines Amtsenthebungsverfahrens in der Kammer bilden könnten. Das große Finale könnte noch folgen.

Erste Details von Robert Muellers Russland-Ermittlungen sind nun bekannt geworden.

Der 74-jährige Ex-FBI-Chef hat zu der mutmaßlich russischen Einflussnahme auf die Präsidentschaftswahl 2016 ermittelt.

Das Justizministerium hatte Mueller im Mai 2017 eingesetzt, nachdem Trump den damaligen FBI-Chef Comey gefeuert hatte. Der Präsident warf Mueller und dessen Team vor, den Demokraten helfen zu wollen.

Mueller wird eine äußerst akribische Vorgehensweise nachgesagt.

Seine Arbeit hat zu mehr als 30 Anklagen geführt, darunter gegen mehrere russische Geheimdienstoffiziere, die sich aber wohl nie vor einem US-Gericht verantworten werden müssen. Die Trump-Anhänger, weil sie überzeugt waren, dass Mueller dem Präsidenten die von ihm immer wieder beschworene Unschuld attestieren würde.

Die ungeklärte Frage bleibt: Weshalb haben so viele Trump-Berater in den vergangenen zwei Jahren nachweislich unter Eid gelogen - wenn es doch gar nichts zu vertuschen gab?

Am Freitagnachmittag, als sich die US-Hauptstadt schon für das erste Frühlingswochenende bereitmachte, war es dann plötzlich so weit: Mueller übergab den vertraulichen Bericht an US-Justizminister William Barr, den Trump erst vor Kurzem für das Amt nominiert hatte.

US-Justizminister William Barr erklärte am Freitag, er sei dabei, den Abschlussbericht zu studieren.

Der Justizminister hat am Sonntag angekündigt, nach eingehender Prüfung Teile des Berichts zu veröffentlichen.

Wird Trump in dem Bericht belastet?

. Das komplette Papier soll nach dem Willen des Justizministeriums vertraulich bleiben.

Allerdings waren die Dokumente teilweise geschwärzt. Die Top-Schlagzeile ließ das Weiße Haus aufatmen: Man habe keine Beweise für eine Verschwörung des Trump-Teams mit Russland gefunden, um gemeinsam die US-Präsidentschaftswahlen 2016 zu manipulieren. Einen Ritter, der herangesprengt kommt und den bösen Drachen im Weißen Haus erlegt. Sowohl Comey als auch McCabe weisen diese Unterstellung scharf zurück.

Mueller habe beschlossen, ihm als Justizminister die Entscheidung zu überlassen, ob ein Verbrechen begangen worden sei, erklärte der Republikaner Barr in dem Schreiben an den Kongress.

Trump äußerte sich zunächst auf Twitter.

Worauf hofft das Trump-Lager?

.

Trump selbst hatte die Untersuchungen in der Vergangenheit unzählige Male als "Hexenjagd" bezeichnet. Er und sein Umfeld werden nun darauf bauen, dass der Bericht ihnen recht gibt. Trump bestätigte die Aussage in einem Tweet.

Barr bekräftigte seine zuvor getroffene Festlegung, er wolle von dem Mueller-Report so viel veröffentlichen, wie es Gesetze und Regularien ermöglichen. Trump hat kein Interesse an den demokratischen Spielregeln, er lügt und trickst, wenn er nur gewinnt. Allem Anschein liegt der Bericht den Anwälten Trumps bislang nicht vor.

Warum ist Pelosi so vorsichtig?

. Mueller sagte der "Washington Post" später, das sei einer von zwei Momenten in seiner Karriere gewesen, auf die er am wenigsten stolz sei. Und das, was er herausgefunden hat, gibt den Republikanern keinen Grund für Triumphgeschrei. Es entsprang dem sehnsüchtigen Wunsch der Demokraten, Material für ein Amtsenthebungsverfahren zu bekommen, um den verhassten Präsidenten endlich loszuwerden.

So sprach der US-Präsident am Sonntagabend, bevor er in seinen Regierungsflieger Air Force One stieg, nach einem nervösen, ungewohnt stillen Wochenende in Florida. Dieses Mantra dürfte aber auch Barrs Brief kaum aus der Welt räumen. Nixon trat vor dem Abschluss des Verfahrens zurück, um einer Amtsenthebung zuvorzukommen. Längst ist klar: Einen solchen Präsidenten hatten die USA noch nie.

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