Nazi-Jäger Eitan im Alter von 92 Jahren gestorben

Rafi Eitan Der legendäre Eichmann-Jäger des Mossad ist tot

Der einstige Mossad-Agent Rafi Eitan stirbt mit 92 Jahren. Wie der israelische Rundfunk meldete, starb Eitan in einem Krankenhaus in Tel Aviv.

Im Alter von 92 Jahren ist am Samstag der 1926 im Kibbutz Ein Harod als Kind russischer Pioniere geborene Rafi Eitan gestorben, Gründungsmitglied der israelischen Geheimdienst-Gemeinschaft.

Der einstige SS-Obersturmbannführer Eichmann war ab 1939 im Reichssicherheitshauptamt mit verantwortlich für die Deportation der europäischen Juden in die NS-Vernichtungslager. Die Entführung hatte erhebliche diplomatische Verwicklungen zwischen Argentinien und Israel ausgelöst. Er wurde - zwei Jahre nach der Entführung durch das Geheimdienstkommando in Buenos Aires - 1962 in Israel zum Tode verurteilt und hingerichtet.

Christoph Heubner, Vizepräsident des Internationalen Auschwitz-Komitees, sagte: "Überlebende des Holocaust sind bis heute zutiefst dankbar dafür, daß die Aktion Rafi Eitans damals der Welt vor Augen geführt hat, daß die Mörder von Auschwitz an keinem Ort der Welt sicher sein konnten". Der damalige Geheimdienstchef Isser Harel habe gewünscht, dass das Mossad-Team außer Eichmann auch Mengele ergreife. Auch nach seiner Erfassung habe jedoch bei der deutschen Regierung kein Interesse daran bestanden, Eichmanns Auslieferung nach Deutschland in Erwägung zu ziehen.

Staatspräsident Reuven Rivlin bezeichnete Rafi Eitan als "tapferen Kämpfer", dessen Beitrag zur Sicherheit des Staates Israel auch noch in vielen kommenden Generationen gewürdigt werden wird. Regierungschef Netanjahu würdigte ihn als einen der Helden des Geheimdienstes, der sich in zahlreichen Fällen um die Sicherheit des Landes verdient gemacht habe.

Als der Mossad 2017 Geheimakten über die gescheiterte Jagd nach dem KZ-Arzt Josef Mengele freigab, räumte Eitan ein, dass Mengele dem Mossad mindestens zweimal durch die Lappen gegangen sei. "Ich war 1962 mit einem anderen Agenten in Brasilien, und wir bestätigten, dass sich Mengele unter falscher Identität in der Umgebung von São Paulo aufhielt", sagte Eitan damals der Zeitung "Folha de São Paulo". Ihm war nach Kriegsende zunächst die Flucht nach Argentinien und 1960 nach Brasilien gelungen. 1979 ertrank er bei einem Badeunfall im Küstenort Bertioga im Bundesstaat São Paulo.

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