Norwegen - Evakuierung der "Viking Sky" fortgesetzt

Norwegen Zweites Schiff gerät mit Motorproblemen in Seenot

Insgesamt waren nach Reedereiangaben 915 Passagiere und 458 Besatzungsmitglieder an Bord des 227 Meter langen Schiffes.

"Ich hatte Angst. Ich habe noch nie so etwas Furchterregendes erlebt", sagte Passagierin Janet Jacob dem Rundfunksender NRK.

► Die 228,28 Meter lange "Viking Sky" war am Samstag aus dem norwegischen Norden kommend in den gefährlichen Küstenabschnitt Hustadvika eingefahren, wo es zahlreiche kleine Inseln und Riffe gibt. Viele seien traumatisiert worden, bräuchten psychologische Betreuung. Als sie mit dem Hubschrauber an Land gebracht worden sei, habe es "wie bei einem Tornado" gewindet.

Am Sonntag funktionierten dann wieder drei der vier Motoren der "Viking Sky", wie ein Sprecher der Einsatzkräfte mitteilte. Laut Polizei wurden bei der Evakuierung 16 Menschen verletzt, drei von ihnen schwer.

Passagiere veröffentlichten auf Twitter Aufnahmen, die von dem Schiff stammen sollen.

100 Menschen sind nach Angaben der Polizei am Nachmittag bereits an Land gebracht worden. 25 von ihnen wurden in Krankenhäuser der Region gebracht. "Ich habe zu beten begonnen, ich habe für die Sicherheit von allen an Bord gebetet". Ein Grund ist ein zweiter Notfall nur wenige Meilen von der "Viking Sky" entfernt. Dort ist klar zu erkennen, dass das Schiff der Küste gefährlich nahe kam.

Dort ist klar zu sehen, wie sehr das Schiff von den Wellen hin- und hergeschaukelt wird.

Der Einsatz fand bei Windgeschwindigkeiten von 38 Knoten statt, was etwa 70 km/h entspricht. Sessel, Tische und Pflanzen rutschten im Inneren auf dem Boden hin und her, einer Frau fiel ein Brett auf dem Kopf.

Die Evakurierungsmaßnahmen schreiten weiter voran. Die "Hagland Captain" hatte laut dem Rettungsdienst ebenfalls einen Maschinenschaden und bekam Schlagseite - als sie auf dem Weg zur "Viking Sky" war, um zu helfen. Die Menschen an Bord seien aber sicher, teilte der Rettungsdienst weiter mit. Ein Passagier schrieb, die Besatzung mache einen fantastischen Job und sorge dafür, dass alle ruhig und versorgt seien. Die Seenotzentrale schickte nach eigenen Angaben zwei der Rettungshubschrauber die "Hagland Captain", die ebenfalls auf die Küste zutreibt. Das Meer sei weiterhin aufgewühlt.

Beide Schiffe gerieten in Seenot, weil ihnen im Sturm der Motor ausgefallen ist. Zum Unglückszeitpunkt war die "Viking Sky" gerade auf dem Weg von Tromsö nach Stavanger.

Erst nachdem es Schleppern am Sonntagvormittag gelang, die "Viking Sky" sicher an den Haken zu nehmen, wurde die Rettungsaktion per Hubschrauber beendet.

Die Passagiere des Schiffes waren auf einer zwölftägigen Kreuzfahrt entlang der norwegischen Westküste unterwegs gewesen. Das Schiff wurde 2017 getauft.

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