Streaming-Dienst Apple TV Plus: Apple macht Netflix und Amazon Konkurrenz

Apple startet Stream zur heutigen Keynote- Leeres Steve Jobs Theater mit vielen Hinweisen

Zwar gibt es eine physische Karte, die enthält aber keinerlei Informationen. Doch es ist klar, dass die Zeiten des schnellen Wachstums bei Hardware vorbei sind. Oder mit M. Night Shyamalan, dem Regisseur und Produzenten, von dem Manche sagen, er habe nach "Unbreakable" keinen inspirierenden Film mehr gemacht. Auch die Amazon Fire TV will man in diesem Zeitraum mit einer App versorgen.

Viele Fragen blieben nach der Präsentation am Montag noch offen. Beide sollen erst im Herbst verfügbar sein - Apple hat also noch Zeit, an einem Geschäftsmodell zu feilen. Netflix tut das bei Abos, die über Apple verkauft werden, schon lange. Ist Apples TV-Dienst nun ein Netflix-Konkurrent mit allem drum und dran, ein kleiner, aber feiner Streamingkanal mit ein paar wenigen, dafür hochwertigen Serien oder doch eine Plattform, auf der sich verschiedene Anbieter tummeln können?

Im Herbst 2017 erschien eine 4K-fähige Version des Apple TV, die weiterhin Apple TV 4K heißt.

Laut offizieller Pressemeldung soll Apple TV+ seinen Nutzern "exklusive selbstproduzierte Sendungen, Filme und Dokumentationen" bieten und in der Apple-TV-App verfügbar sein, durch welche man "inspirierende und authentische Geschichten mit emotionaler Tiefe und überzeugenden Charakteren aus allen sozialen Schichten, ohne Werbung und on Demand" zeigen möchte.

Die Katze ist endlich aus dem Sack beziehungsweise die Äpfel sind aus dem Korb: Computerhersteller Apple hat heute in Cupertino seinen neuen VoD-Dienst Apple TV+ präsentiert.

Denn der Konzern will seine TV-App zu dem Ort machen, an dem ferngesehen wird. Bezahlsender wie HBO, Showtime oder Hulu können dort bald gesammelt abonniert werden.

"Wir haben die Gebühren reduziert, die Zinsen gesenkt, klare und verständliche Angebote formuliert, und wir haben die Privatsphäre und Sicherheitsanforderungen übertragen, die die Menschen von Apple Pay kennen".

Denkbar ist aber, dass das Abo wie Apple Music oder News+ um die zehn Franken kosten wird. Alle Dienste zusammen würden 100 Dollar pro Monat kosten. Nicht nur aus diesem Grund sollen wohl die "New York Times" und die "Washington Post" nicht dabei sein, wie am Rande durchsickerte. Gesonderte Konten oder Apps entfallen, weil alles zentral über die TV-App von Apple abläuft.

Im neuen News+ Tab kann man alle Magazine durchforsten. Dies geschieht durch Abgleich nur auf dem Gerät - und auch Werbebetreiber könnten nicht tracken. So schätzte Morgan Stanley, dass ein Bündel-Angebot aus Musik und Video bis 2025 einen jährlichen Betrag von mehr als 22 Milliarden Dollar einbringen könnte. Diese Zahl liegt in einer ganz anderen Liga als das iPhone-Geschäft. Sie machen heute gut 15 Prozent von Apples gesamtem Umsatz aus.

Apple steckt - was wohl vernünftig ist - nicht seine komplette Energie in die neue Strategie, obwohl das Barvermögen das durchaus erlaubt hätte. Wenn man dann als Abonnent einen vielleicht nicht so umfangreichen Streamingdienst wie Netflix automatisch dazu bekommt, dürfte sich die eine oder der andere zweimal überlegen, ob man das Netflix- oder Spotify-Abo noch braucht. Apple hat aber einen internationalen Start angekündigt.

Viele Verlage wollen Nutzer daher lieber in direkte Kundenbeziehungen bringen als Zwischenhändler einzuschalten, die Nutzerinformationen und Geldströme kontrollieren.

Im Vorfeld der Veranstaltung hatten Hoffnungen auf steigende Einnahmen die Fantasie von Anlegern beflügelt und die Aktie in die Höhe getrieben.

Das "Wall Street Journal" schrieb dagegen am Mittwoch: "Wall Street betrachtet das Apple-Event als Windei". Unter anderm sind Oprah Winfrey, Steven Spielberg, Jennifer Aniston, Reese Witherspoon, Octavia Spencer, J.J. Abrams, Jason Momoa, M. Night Shyamalan, Jon M. Chu und vielen mehr mit von de Partie.

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