Strafgesetz verschärft: Brunei führt Todesstrafe für Homosexuelle durch Steinigung ein

Hassanal Bolkiah Sultan von Brunei billigte die verschärften Strafgesetze

Im südostasiatischen Kleinstaat Brunei wird künftig gleichgeschlechtlicher Sex mit dem Tode bestraft. In Brunei gab es in jüngerer Zeit mehrfach Todesurteile.

Die angeblich so friedliche Ideologie des Islam und seiner Rechtsvorschrift Scharia sollen ab dem kommenden Monat im Sultanat Brunei in voller Härte umgesetzt werden. Dennoch wurde bisher von einer Strafverfolgung abgesehen.

Sex zwischen Homosexuellen kann in Brunei künftig mit dem Tod durch Steinigung geahndet werden. Grundlage dafür ist die Scharia, die islamische Rechtsprechung. Auch Ausländer sind betroffen.

Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International forderte heute den "sofortigen Stopp" der neuen Regeln. Der Schauspieler und Menschenrechtsaktivist George Clooney ruft zu einem Boykott von Hotels auf, die im Besitz der Sultansfamilie sind. Darunter sind Häuser in England, Frankreich, Italien und Kalifornien. Mit jedem Besuch dieser Hotels würde man dazu beitragen, die Ermordung unschuldiger Menschen zu finanzieren, schreibt Clooney.

Schon jetzt gilt im Sultanat für Homosexualität eine Gefängnisstrafe von zehn Jahren. Schwule und Lesben werden seit jeher unterdrückt. Homosexualität war auch schon zu Kolonialzeiten offiziell verboten. Auch öffentliche Züchtigungen mit dem Stock sind dann möglich. Zur Einordnung: Brunei verfügt laut "CNN" über massive Ölreserven und ist aktuell das fünftreichste Land der Welt - jedoch auch eines, das bereits seit 2014 das muslimische Strafrecht Sharia durchsetzt, das unter anderem auch Amputation als Strafe für Diebstahl vorsieht. Dieben sollen Hände oder Füße amputiert werden. Amnesty International appellierte an Brunei, auf solch "grausame und unmenschliche Strafen" zu verzichten - ohne große Aussicht auf Erfolg. Das Auswärtige Amt mahnte, sich vor einer Reise nach Brunei genau zu informieren. "Einzelne Straftatbestände im Scharia-Recht betreffen auch Nicht-Muslime - insbesondere, wenn ein beteiligter Teil Muslim ist", ist dort zu lesen. Hingerichtet wurde aber schon seit Jahren niemand mehr. Der Sultan - einer der reichsten Monarchen der Welt - regiert dort bereits seit 1967. In den vergangenen Jahren wurden aber keine Hinrichtungen bekannt.

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