Warnstreik: Am Montag bleiben in Berlin Busse, U-Bahnen und Straßenbahnen stehen

BVG-Tarifverhandlungen

Ein verbessertes Angebot der Arbeitgeberseite hatte die Tarifkommission zuvor abgelehnt.

Die Berliner brauchen Improvisationstalent und Geduld: U-Bahnen und Straßenbahnen werden wohl in den Depots bleiben, auch die meisten Busse. Dies reiche der Gewerkschaft Verdi aber nicht aus, teilte der Kommunale Arbeitgeberverband (KAV) mit.

Die Gewerkschaft Verdi hat sämtliche Beschäftigte der BVG aufgerufen, am Montag ganztägig die Arbeit niederzulegen. Die laufenden Tarifverhandlungen verschärften sich am Donnerstag wieder. Dabei geht es um rund 14.500 Beschäftigte bei dem Landesunternehmen und seiner Tochter Berlin Transport. Die BVG ist Deutschlands größtes kommunales Nahverkehrsunternehmen und zählt täglich rund 2,9 Millionen Fahrgäste. Eine Spaltung der Belegschaft lehne die Gewerkschaft ab.

Pfeifer sagte, das Angebot von 90 Millionen Euro mehr Lohn und Gehalt pro Jahr liege um ein Vielfaches über vergleichbaren Abschlüssen. Durchschnittlich entspreche der Vorschlag einer Gehaltssteigerung von 450 Euro monatlich je Mitarbeiter.

In den Verhandlungen geht es sowohl um dem Manteltarif als auch um den Entgelttarifvertrag. So soll es für alle Beschäftigten eine 36,5-Stunden-Arbeitswoche geben, bei vollem Lohnausgleich. Heute muss knapp die Hälfte der Beschäftigten des Landesunternehmens 39 Stunden pro Woche arbeiten.

Die Gewerkschaften verlangen daneben Weihnachtsgeld auch für Neulinge, einen Wegfall der unteren Lohngruppen und schnellere Gehaltssprünge - zudem für Gewerkschaftsmitglieder einmalig 500 Euro.

Verdi-Verhandlungsführer Jeremy Arndt sagte, man kündige den Warnstreik frühzeitig an, um die Bürger nicht zu stark zu belasten.

Bereits Mitte Februar hatte es einen mehrstündigen Warnstreik der BVG gegeben, um den Druck im Tarifkonflikt zu erhöhen. Der zweite Ausstand betraf nur die Busfahrer.

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