EU-Parlament: Verbot von Einmal-Plastikprodukten auf den Weg gebracht

Einweg-Plastik

Am Mittwochnachmittag stimmte das Europaparlament einem entsprechenden EU-weiten Verbot zu. Dazu gehören Wattestäbchen, Einweggeschirr, Trinkhalme und Luftballonstäbe. Allerdings sollten auch die Hersteller von Luftballons für die Aufräumarbeiten zur Kasse gebeten werden. Die Mitgliedstaaten haben anschließend zwei Jahre Zeit, um die Vorgaben in nationales Recht umzusetzen.

Die Neuregelung schreibt unter anderem vor, dass neu verkaufte Plastikflaschen bis 2025 zu mindestens 25 Prozent aus recyceltem Material bestehen müssen.

Die Hersteller sollen zudem verpflichtet werden, sich an den Kosten von Reinigungsarbeiten - etwa an Stränden - zu beteiligen. "Europa verfügt nun über einen Rechtsrahmen, den es angesichts des globalen Charakters des Problems der Meeresverschmutzung durch Kunststoffe auf internationaler Ebene zu verteidigen und zu fördern gilt", sagte Frédérique Ries, Mitglied des EU-Ausschusses für Umweltfragen, Volksgesundheit und Lebensmittelsicherheit. Kunststoffe sind zwar praktische, vielseitige, nützliche und wirtschaftlich wertvolle Materialien, doch müssen sie besser eingesetzt, wiederverwendet und recycelt werden.

Nach Erhebungen der Brüsseler Kommission fallen in der EU jährlich 26 Millionen Tonnen Plastikmüll an.

Plastikprodukte und besonders Verpackungen - einst geschätzte und gefeierte Mittel um Produkte aller Art in konsumgerechte und leicht transportierbare Einheiten zu bringen - sind in den letzten Jahren zu einem allgegenwärtigen Problem geworden. In Deutschland werden pro Kopf und Jahr 37,4 Kilo davon produziert, was deutlich über dem EU-Durchschnitt liegt. Der Rest des eingesammelten Plastikmülls wird verbrannt oder eingelagert. Umweltschutz und Alternativen zu Plastik werden von einer neue Generation von Konsumenten auch wieder aktiv eingefordert. Die EU bleibt auf einem Großteil ihres Abfalls sitzen.

Hintergrund ist die enorme Menge an Plastikmüll, die in den Meeren treibt. Einer Studie des US-Wissenschaftsmagazins "Science" zufolge sind das jährlich rund acht Millionen Tonnen. Laut EU-Kommission bestehen 85 Prozent des Mülls in den Meeren aus Plastik. Davon seien mehr als die Hälfte Einwegprodukte und ein Viertel stammt von Fischen. Experten befürchten, dass es 2050 mehr Plastik als Fisch in den Weltmeeren geben könnte. Wale, Delfine, Robben und andere Meeresbewohner verfangen sich in alten Fischernetzen, Seevögel verwechseln Müll mit Nahrung. Dort ist es lebensgefährlich für Tiere und landet als Mikroplastik über die Nahrungskette auch auf den Tellern der Menschen.

Nicht ordnungsgemäss entsorgter Plastikmüll landet zum Grossteil im Meer.

In Böblingen gibt es jetzt den BB-Pfandbecher.

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