Agnès Varda: Regisseurin ist gestorben

Regisseurin Agnès Varda ist mit 90 an Brustkrebs gestorben

Auf der Berlinale lief zuletzt ihr neuer Film "Varda by Agnès" außer Konkurrenz. Wie die französische Nachrichtenagentur AFP berichtet, ist Varda nun im Alter von 90 Jahren gestorben. Laut einer offiziellen Bekanntgabe ihrer Familie habe Agnès an Brustkrebs gelitten - und sei den Symptomen schließlich am 29. März in ihrem Pariser Haus erlegen. Hier zeigte sich vor allem, welche Rolle Varda in ihren eigenen Filmen spielte. Varda erhielt zahlreiche Filmpreise, unter anderem 2015 die Goldene Palme in Cannes und 2018 den Ehrenoscar für ihr Lebenswerk. Das Filmfestival in Locarno verlieh ihr 2014 den Ehren-Leoparden. Die bekennende Feministin setzte sich zu Lebzeiten besonders für die Chancengleichheit in der Filmbranche ein.

Agnès Varda ist tot. Mai 1928 in Brüssel geboren und in Frankreich aufgewachsen, rückte in ihrem Oeuvre meist die "einfachen" Menschen in den Fokus. Die Meilensteine ihrer Karriere sind etwa das Landstreicherinnenporträt "Vogelfrei" (1985) oder ihr internationaler Durchbruch "Cleo - Mittwoch zwischen 5 und 7" (1962), ein Werk über die Zeit an sich.

Agnès Varda galt als Pionierin des Autorenkinos und als "Großmutter der Nouvelle Vague", jener Bewegung, die in den 60er-Jahren gegen das herkömmliche Erzählkino Sturm lief.

Lange gehörte sie mit ihren Werken, die zwischen Wirklichkeit, Fiktion und Poesie schwanken, zu den eigenwilligen Cineasten unserer Zeit.

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